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5 Chlorosearten, die man kennen sollte

1 - Oktober - 2017 | 0 Kommentar

Reicht es nicht, dass Pflanzen eine Krankheit bekommen können? Scheinbar nicht, denn bei der Chlorose gibt es gleich 5 Arten, die ganz unterschiedlich auftreten und auch unterschiedliche Ursachen und Symptome haben. Bevor wir hierauf genauer eingehen, kurz zur Krankheit selbst.

Chlorose wird auch als Bleichsucht bezeichnet. Wir alle wissen, dass Pflanzen nur dann überleben können, wenn sie Photosynthese betreiben. Dabei werden Chlorophylle gebildet. Das sind natürliche Farbstoffe, die wichtige Aufgaben haben, wie etwa den Energietransfer, den Elektronentransfer und die Absorption des Lichtes. Kann eine Pflanze keine Photosynthese mehr betreiben, dann werden auch keine Chlorophylle mehr gebildet. Durch diese Mangelerscheinung bleichen die Blätter und/oder die Triebe aus und sterben schließlich ab.

Chlorose kann man somit an den ausgebleichten Pflanzenteilen erkennen. Dazu kommt es, wenn beispielsweise ein Mangel an Nährstoffen, wie etwa Eisen, Nitrat, Magnesium, Molybdän oder auch Mangan auftritt. Aber auch Pilze und Bakterien können für Chlorose verantwortlich sein.

Die 5 Chlorosearten

  • Wenn die Blätter von der Spitze her ausbleichen, dann leiden die Pflanzen wohl unter der Spitzenchlorose. In diesem Fall fehlt der Pflanze Stickstoff. Die Blätter werden in der Folge komplett braun und sterben. Besonders betroffen sind hierbei ältere Blätter.
  • Von der Blattmitte nach außen breitet sich die Bleiche aus, wenn die Pflanze unter der Flächenchlorose leidet. Je nachdem, ob junge oder ältere Blätter befallen sind, kann man den Mangel bestimmen. Sind ältere Blätter betroffen, fehlt Stickstoff, Magnesium, Phosphor oder Kalium, sind dagegen jüngere Blätter ausgebleicht, dann ist es Eisen, Kupfer oder Zink.
  • Bekommen die Blätter ein Mosaikmuster, dann handelt es sich um die Mosaikchlorose. Hier bleichen die Blätter, egal, ob jung oder alt, musterartig aus. In der Folge verkrümmen die Blätter.
  • Gelbe statt grüne Triebe, aber auch Blätter – zeigt sich dieses Krankheitsbild, dann handelt es sich um die Blattchlorose. Typisch für diese Art der Chlorose ist, dass beim Ausbleichen der Blätter die Blattadern anfangs noch grün bleiben. Ist dies der Fall, dann ist ein Mangel an Eisen die Ursache.
  • Ein Mangel an Mangan oder Eisen besteht bei der Schlechtwetterchlorose. Diese befällt meist Gartenpflanzen, aber auch Balkonpflanzen, die den Wetterkapriolen ausgesetzt sind, können davon betroffen sein.

Chlorose: Gute Erde nutzen
Chlorose behandeln kann man, indem man die befallenen Blätter oder Triebe entfernt und hofft, dass nicht bereits die gesamte Pflanze durch Pilze oder Bakterien krank ist. Ist dies der Fall, dann könnte man noch versuchen, durch einen radikalen Rückschnitt die Pflanze zu retten.

Da es sich, wie bereits angesprochen, aber auch um eine Mangelerscheinung handeln kann, tritt Chlorose vor allem bei Gartenpflanzen auf. Bei Zimmerpflanzen weniger und auch bei Pflanzen, die sich auf dem Balkon befinden, findet man Chlorose glücklicherweise nicht allzu oft. Damit keine Mangelerscheinung auftritt, sollte man immer hochwertige Erde nutzen, die die benötigten Nährstoffe meist in ausreichenden Mengen hat. Auch ist ein regelmäßiges Umtopfen sinnvoll. Wer Chlorose bei seinen Balkonpflanzen beobachtet, sollte den Kalkgehalt des Gießwassers reduzieren, denn davon können vor allem Pflanzen, die Kalk gar nicht mögen, wie etwa Erika, Camelie, Gardenie oder Azalee, ebenfalls krank werden.

 

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Bild im Slider: © jakkapan – Fotolia.com

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