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Balkonien – das trendige Reiseziel für den Urlaub auf dem Balkon

Die Engelstrompete – ein Eyecatcher auf Balkon und Terrasse

18 - Januar - 2013 | 0 Kommentar

Die Engelstrompete (Brugmansia), die eine Höhe von bis zu fünf Metern erreichen kann, ist eine auffällig blühende Kübelpflanze. Ihre ausladenden Blüten, die stark an Trompeten erinnern, können Sie etwa von Juni an bis in den September bewundern. Manches Mal noch bis zu den ersten Frösten. Die bis etwa 30 Zentimeter groß werdenden Blüten dieses Nachtschattengewächses leuchten schon von weitem entgegen: entweder in Weiß, verschiedenen Gelb-, Orange- und Rottönen oder auch Rosa. Manche Sorten tragen sogar gefüllte Blüten.

Achtung: Die Engelstrompete gehört zu den sehr stark giftigen Pflanzen. Wenn Sie kleine Kinder haben, sollten Sie diese Kübelpflanze keinesfalls auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Das gilt auch, wenn Tiere zum Haushalt gehören. Die Engelstrompete ist in allen Pflanzenteile extrem giftig. Wurden Teile der Pflanze verschluckt, müssen Sie umgehend den Notruf wählen – die Inhaltsstoffe der Engelstrompete können zum Tod führen. Verzichten Sie auch nicht auf das Tragen von Handschuhen, wenn Sie mit der Pflanze hantieren, was beispielsweise bei einem Rückschnitt der Fall ist.

Der optimale Standort für die Engelstrompete
Die Engelstrompete eignet sich nur für sehr stabile Balkone oder Terrassen. Da die Pflanze einige Meter hoch werden kann, benötigt sie einen entsprechend großen Kübel. Allein der hat schon ein enormes Gewicht, das sich beim Gießen noch erhöht.

Egal, ob sich der ausgewählte Standort auf dem Balkon oder der Terrasse befindet – auf beiden benötigt die Engelstrompete recht viel Sonne. Ideal wäre es, wenn Sie die Kübelpflanze so platzieren, dass sie während der Mittagszeit zumindest im Halbschatten steht. Zusätzlich sollte das Plätzchen so gewählt sein, dass die Pflanze ausreichend Schutz vor Wind hat.

Die ideale Pflege für die Engelstrompete
Engelstrompeten sind ungemein durstige Pflanzen. Je wärmer die Tage im Sommer sind, desto mehr Wasser benötigen die Kübelpflanzen. An heißen Tagen werden Sie nicht umhin kommen, morgens und am späten Nachmittag reichlich zu gießen.

Die Größe des Kübels ist aber nicht nur wichtig für die Standfestigkeit der ausladenden Pflanze – er muss auch ausreichend Wasser aufnehmen können. Damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann, sollten Sie nicht nur feinen Kies als Drainage in den unteren Teil des Kübels geben, sondern auch das Abzugsloch mit Tonscherben abdecken. Andernfalls kann das Loch durch sickernde Erde verstopfen. Damit sich die Feuchtigkeit im Substrat besser hält, können Sie dieses noch mit Blähton versehen. Sollten Sie das Gießen vergessen haben oder die Pflanze aus anderen Gründen Durst leidet, wird Sie Ihnen das sehr deutlich zeigen: Brugmansia lässt dann einfach mal die Blätter hängen.

Neben viel Wasser benötigt die Engelstrompete auch eine hohe Zufuhr von Nahrung. Da diese Kübelpflanze zu den sogenannten Starkzehrern gehört, also zu den sehr hungrigen Pflanzen, muss sie kontinuierlich mit Dünger versorgt werden. Dazu eignen sich verschiedene Dünger, unter anderem Blumendünger oder auch organische Dünger. Sie können der Erde, wenn Sie die Engelstrompete in einen Kübel pflanzen, auch Hornspäne untermengen. So findet die Pflanze im gesamten Kübel Nahrung. Nach den Eisheiligen, wenn die überwinterte Kübelpflanze zurück auf den Balkon oder die Terrasse kommt, können Sie direkt die erste Düngergabe verabreichen. Bis in den mittleren August hinein können dann Sie wöchentlich Ihre Engelstrompete düngen. Danach begibt sich die Kübelpflanze in ihre wohlverdiente Ruhepause – ein Thema, das wir gesondert behandeln.

Damit die Kübelpflanze immer wieder neue Blüten ausbildet, sollten Sie regelmäßig die Engelstrompete ausputzen. Also die verwelkten Blüten entfernen.

Die Engelstrompete schneiden
Der Frühling ist der ideale Zeitpunkt, um der Engelstrompete einen neuen Schnitt zu verpassen. Mit einer sauberen und scharfen Gartenschere – sowie Handschuhen – können Sie die längeren Triebe der Pflanze zurückschneiden. Schneiden Sie aber nicht einfach drauf los, sonst kann es passieren, dass Ihre Engelstrompete in der kommenden Saison nicht viel oder auch gar nicht blüht.

Wenn Sie Ihre Engelstrompete etwas genauer betrachten, fallen Ihnen sicherlich die unterschiedlichen Blätter ins Auge. Die Kübelpflanze besitzt symmetrische Blätter, die sich im Wachstumsbereich befinden und asymmetrisches Laub, die zu dem blühfähigen Bereich der Pflanze gehören. Zum Schneiden der Pflanze wählen Sie also einen Trieb mit asymmetrischen Blättern aus. Achten Sie darauf, dass wenigstens eines der symmetrischen Blätter an diesem Trieb erhalten bleibt.

Auch der Herbst bietet sich für einen Schnitt an. Bevor die Kübelpflanze eingeräumt wird, kann ein ordentlicher Rückschnitt durchgeführt werden. So steht Ihnen im Winterquartier mehr Platz für andere Balkonpflanzen zur Verfügung. Allerdings werden Sie in der nächsten Saison erst spät die Blüten bewundern können, da sich die blühfähigen Triebe erst wieder entwickeln müssen. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie nicht ganz so radikal, aber dennoch kräftig schneiden. Der Rückschnitt wird in diesem Fall über der ersten Zweiggabelung durchgeführt. Lassen Sie aber gute 30 Zentimeter des Triebs stehen. Falls sich einer der sich gabelnden Treibe ebenfalls gabeln, können Sie diese belassen und schneiden diese Triebe 30 Zentimeter über dieser Gabelung weg.

Die Engelstrompete selbst vermehren
Besonders einfach lässt sich die Kübelpflanze über Stecklinge vermehren. Aber auch eine Vermehrung durch die Samen ist möglich. In dem Fall dauert es allerdings gute zwei bis drei Jahre, bis die Engelstrompete blüht.

 

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