Balkonania

Balkonien – das trendige Reiseziel für den Urlaub auf dem Balkon

Vertikales Gärtnern: Blumen, Kräuter und sogar Gemüse

1 - Februar - 2018 | 0 Kommentar

Was man damals in Babylon mit den Hängenden Gärten geschafft hat, können Sie auch! Nun gut, zum Weltwunder wird es womöglich nicht ganz reichen, aber dennoch sollten Sie sich die Vorzüge des vertikalen Gärtnerns mal etwas näher betrachten. Vor allem dann, wenn Sie wenig Platz auf Ihrem Balkon haben. Aber auch mit etwas mehr Freiraum kann das vertikale Gärtnern nicht nur eine körperliche Erleichterung sein, sondern einen optisch fantastischen Blickfang auf Balkon oder Terrasse darstellen. Und weil dem noch nicht genug ist, können Sie auch Gemüse vertikal anbauen. Schauen wir uns also diese tolle Möglichkeit mal etwas genauer an.

Vertikales Gärtnern

© Franz Peter Rudolf – Fotolia.com (#113422055 – Balkongarten Urban gardening) Durch vertikales Gärtnern können Sie die Fläche Ihres Balkons optimal ausnutzen und so eigenes Gemüse, Kräuter und sogar Balkonblumen pflanzen.

Was bedeutet vertikales Gärtnern?
Normalerweise hat man auf dem Balkon nur begrenzten Platz – die wenigsten verfügen über einen Freisitz, der 10 Quadratmeter oder größer ist. Wenn man nicht selbst baut und sich somit die Balkon- oder Terrassengröße aussuchen kann, muss man mit dem begrenzten Raum zurechtkommen. Das Resultat: Viele investieren kaum etwas in die Balkonbegrünung. Schließlich hat man ja nur die Balkonbrüstung und evtl. ein wenig Platz auf dem Boden. Falsch gedacht! Wer es geschickt anstellt und vertikal gärtnert, der kann sogar Gemüse auf dem Balkon anbauen!

Vertikal heißt, entlang einer senkrechten Linie ausgerichtet. Also von oben nach unten. Dadurch ergeben sich auf kleinstem Raum Möglichkeiten, an die man kaum zu wagen gedacht hat. Nicht nur an der Hauswand kann man somit Blumen und mehr anpflanzen, auch an der Balkonbrüstung – bis runter zum Boden – ist so einiges möglich. Und nicht zu vergessen Blumenbänke, die mehrere Etagen bieten, egal, ob länglich oder gerundet in einer Ecke. So verwandelt sich jeder graue Betonbalkon in ein Blumenmeer.

Vertikales Gärtnern – so nutzen Sie die Fläche optimal aus
Beim vertikalen Gärtnern bedienen wir uns dem Stapelsystem. Wir haben wenig Platz und der sollte optimal genutzt werden. Somit sind runde Blumentöpfe eher ungeeignet, denn die kann man nicht platzsparend neben- oder übereinander anbringen.

Wenn die Pflanzen nicht allzu ausladend sind, dann genügt ein begrenzter Raum, sprich Topf, aus. Das Gestell, das an der Wand oder der Brüstung angebracht wird, muss also nicht besonders tief sein, sodass kein wertvoller Platz vergeudet wird.

Natürlich können Sie sich auf Blumen beschränken, die rankenderweise den Balkon erobern. Aber so schön diese auch sind, es wird dadurch viel Platz verschwendet. Beschränken Sie sich deswegen auf Pflanzen, die wenig Platz brauchen und die – beispielsweise durch eine Ernte – ihren Platz auch wieder freimachen. So lässt sich neben vielen tollen Blumen auch ein vertikaler Gemüsegarten einrichten.

Ideen für das vertikale Gärtnern
Gemüse anbauen auf dem Balkon? Unmöglich? Nicht praktikabel? Zu aufwendig? Nichts von alledem! Denn durch das vertikale Gärtnern können Sie auf Ihrem Balkon von Kräutern über Salate bis hin zu Karotten so einiges anbauen. Einige Möglichkeiten, die Sie mit ein wenig handwerklichem Geschick sogar selbst bauen können, haben wir mal zusammengetragen.

  • Das Metallgitter
    Eine Gitterkonstruktion aus Metall, ähnlich einem Rankgitter, nur mit etwas größeren Aussparungen, wird an der Hauswand angebracht. Dazu brauchen Sie lediglich zwei Dübel und zwei Schrauben bzw. Haken. Schon hängt das Gitter und nutzt einen Platz aus, der sonst verloren wäre. An dieses Gitter lassen sich nun in jeder Höhe Blumentöpfe mit Hilfe einer „Schlaufe“ anbringen. Dort finde zum Beispiel sämtliche Kräuter Platz, ebenso wie Gemüsesorten, denen kleinere Töpfe genügen, wie etwa Knoblauch, Zwiebeln oder auch mal ein Salatkopf.
  • Der Setzkasten
    Das Setzkastenprinzip kennt wohl jeder. Hier finden sich kleinere und größere quadratische Aussparungen. In diesem Wandelement, das man fix und fertig kaufen kann, wurde die Erde geschickt mit vorgelagerten Vlieselementen gesichert. So fällt – auch wenn der Setzkasten mal an der Wand hängt – keine Erde raus und man kann trotzdem Pflanzen einsetzen. Ideal sind hierbei Pflanzen mit kleinen Wurzelballen, beispielsweise diverse Kräuter.
  • Die Pflanzsäule
    Diese gibt es in runder und eckiger Form. Sie ist unterschiedlich hoch und kann einfach auf den Balkonboden gestellt werden. In ihr sind Öffnungen, in die Erde gefüllt wird. Hier kommen dann auch die Pflanzen hinein. Kräuter sind genauso möglich, wie diverse Salate, Fenchel oder Radieschen.
  • Die Blumenkasten-Bauklötzchen
    Ganz raffiniert ist das Bauklötzchen-System. Hierbei werden Blumenkästen wie eine Mauer errichtet. Anstatt die Kästen aber direkt nebeneinander zu stellen, wird immer die Breite eines Kastens ausgelassen. In diese Lücke wird dann in der nächsten Reihe ein Blumenkasten oben auf die unteren Blumenkästen aufgesetzt, sodass eine Art Mauer entsteht, die Lücken hat. Die dritte Reihe sieht dann wieder aus wie die erste, die vierte wie die zweite usw. So hat man auf kleinstem Raum zahlreiche Blumenkästen, in die man neben Blumen natürlich auch Kräuter und Gemüse anpflanzen kann. Die Höhe ist dabei beliebig, die Kästen sollten idealerweise miteinander verbunden sein, damit nichts umfallen kann.
  • Das Holzgerüst
    Ähnlich wie beim Metallgitter, wird das Holzgerüst auch an der Wand angebracht, die Blumenkästen dann daran befestigt. Wie dieses Holzgerüst aussieht, kann jeder selbst entscheiden. Benötigt werden dafür eigentlich nur senkrechte Balken, die in der Wand verankert werden. Nun kann man an diese Balken waagrecht in beliebiger Höhe und Stückzahl Blumenkästen anbringen. Entweder aus Holz direkt an die Balken montieren, oder mit Hilfe von Metallgestellen Blumenkästen einhängen. Wenn Sie Haken verwenden, können Sie auch Blumentöpfe hinhängen. So entsteht eine ungleiche Blumenkastenwand, die besondere Abwechslung bietet. Hier können mal größere, mal kleinere Pflanzen Platz finden.

Vertikales Gärtnern – darauf sollten Sie achten
Egal, was Sie beim vertikalen Gärtnern anpflanzen möchten, ein paar Punkte sollten Sie dabei beachten:

  1. Denken Sie bei selbstgebauten Konstruktionen daran, dass diese durch Erde und Pflanzen schwer wird. Die Konstruktion sollte also fest verankert sein, damit sie nicht umkippen kann.
  2. Wenn möglich, dann bringen Sie vertikale Blumentöpfe geschützt vor Wind und Wetter an. Diese sind anfälliger, weil sie eine größere Angriffsfläche haben.
  3. Bei Eigenkonstruktionen aus Holz sollten Sie diese imprägnieren, damit sie lange halten und nicht faulen. Bei Holzkübeln Erde nie direkt einfüllen, sondern eine Schutzschicht zwischen Holz und Erde geben.
  4. Elemente, die nicht winterfest sind, spätestens vor dem ersten Frost nach drinnen holen.

Haben Sie noch andere Ideen, wie Sie Blumen oder Gemüse auf dem Balkon anbauen können? Dann probieren Sie doch einfach mal was Neues aus und schicken Sie uns ein Foto – wir sind gespannt!

 

Weitere Artikel rund um das Reiseziel Balkonien

Comments are closed.

aaaaaaaaaaa