Balkonien – das trendige Reiseziel für den Urlaub auf dem Balkon

Zugluft vermeiden und stoppen

Damit der Balkon als perfekte Wohlfühloase genutzt werden kann, muss alles stimmen. Dazu gehört auch eine funktionierende Balkontür, die richtig schließt und keine Zugluft durchlässt. Gerade in der kälteren Jahreszeit kann es sonst schnell zum Ärgernis – und sogar zur Kostenfalle – werden, wenn kalte Luft in die Wohnung dringt und man die Heizung höher drehen muss.

Kunststofffenster

© Carly Hennigan – Fotolia.com (#7662486 – Three Pots of Herbs in a Kitchen Window)

Kunststofffenster sind normalerweise besonders dicht

Um das zu vermeiden, sollte man sofort handeln, wenn man das Gefühl hat, dass es im Raum zieht. Um herauszufinden, woher die Zugluft genau kommt, kann man beispielsweise eine Kerze oder auch einfach eine brennende Zigarette zur Hilfe nehmen. Wer genau beobachtet, wie sich Flamme oder Rauch verhalten, erkennt schnell, wo Tür oder Fenster undicht sind.

Vor allem Kunststofffenster oder Balkontüren aus Kunststoff sind allerdings nicht immer ganz einfach abzudichten. Ein klarer Vorteil des Materials ist, dass Kunststofffenster und -türen in der Regel sehr dicht sind. Dass sie Zugluft hindurchlassen und sie erneut abgedichtet werden müssen, kommt normalerweise eher selten vor.

Da sie eigentlich besonders dicht sind, wird zum Teil sogar eine Bewegung der Luft verhindert und es kann sich Kondenswasser in den Ecken bilden.

Im Zweifel an den Fachmann wenden

Kunststofffenster oder -türen sollten besser nicht mit klassischen Dichtungsbändern abgedichtet werden. Abgesehen davon, dass dies meist nicht wirklich funktioniert, ist auch die Gefahr groß, dass man die Dichtung noch weiter zerstört, sodass der Schaden nachher schlimmer ist als vorher.

Wenn man jedoch erkennt, dass die Dichtmasse zwischen der Tür und dem Mauerwerk nicht mehr perfekt ist – etwa weil sie durch Temperaturschwankungen Schaden genommen hat – können die Fugen mithilfe von Silikon oder Acryl nachgebessert werden.

Wer jedoch nicht genau weiß, was die Ursache für das undichte Fenster ist, sollte sich lieber an einen Fachmann wenden.

Um vorzubeugen, sollte man die Gummidichtungen an Kunststofffenstern und -türen regelmäßig kontrollieren und sie mit Dichtungspflegemitteln behandeln, damit sie elastisch bleiben. Gerade bei starker Sonneneinstrahlung kann das Gummi sonst schnell hart und spröde werden.

Eine Mietminderung ist möglich

Laut dem Mietrechtslexikon berechtigt Zugluft an Fenstern oder Außentüren zu einer Mietminderung von 20 Prozent. Allerdings trifft das nicht pauschal auf jeden Fall zu und hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Ein gerichtliches Vorgehen ist allerdings oft mit großem Aufwand verbunden und endet nicht selten zuungunsten der Mieter, da sie nachweisen müssen, dass die Zugluft einen erheblichen Wohnungsmangel darstellt.

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