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Krankheiten am Oleander erkennen, behandeln, vermeiden

3 - Mai - 2016 | Kommentare deaktiviert für Krankheiten am Oleander erkennen, behandeln, vermeiden
Krankheiten am Oleander

© miladrumeva – Fotolia.com (#69937858 – Pink Oleander Flower close up)

Auch wenn Oleander ursprünglich aus warmen Gefilden wie Spanien oder Marokko kommt, ist er immer häufiger bei uns in Deutschland zu finden. Er zaubert vor allem auf Balkon und Terrasse ein wunderbares, mediterranes Flair. Er ist dabei nicht nur schön anzuschauen, sondern ist auch relativ pflegeleicht. Einen Minuspunkt gibt es allerdings: Krankheiten am Oleander können die Freude trüben. Wir möchten Ihnen sagen, welche es gibt, ob und was Sie dagegen tun können und wie sie sich vermeiden lassen.

Krankheiten am Oleander: Krebs
Die wohl schlimmste Krankheit am Oleander ist Pseudomonas, auch als Oleanderkrebs bekannt. Diese Krankheit kann jeden Oleander befallen und äußert sich unter anderem durch blumenkohlartige Wucherungen, die nicht nur an Trieben auftreten, sondern auch an Blättern und Blütenständen. Infizieren können sich Pflanzen vor allen an frischen Schnittstellen. Daher sollte gerade beim Oleander auf saubere, wenn möglich, desinfizierte Werkzeuge zurückgegriffen werden. Leider kann Pseudomonas nicht behandelt werden. Das heißt: Entweder, der Oleander lebt mit der Krankheit oder er geht ein. Natürlich können Sie den Befall auch etwas eindämmen. Befallene Blätter und Blütenstände werden abgeschnitten, ebenso stark befallene Triebe. Sind die Triebe schwach befallen, muss nichts getan werden.

Die Krankheit in Kürze:

  • Erste Symptome an Blüten und Knospen
  • Wucherungen entstehen, werden schwarz, die Knospen platzen auf
  • Befallene Triebe platzen ebenfalls auf
  • Blätter zeigen braune Stellen, die ebenfalls platzen
  • Starken Befall großzügig ausschneiden (bis ins gesunde Holz)
  • Schnittabfälle NICHT auf den Kompost werfen

Krankheiten am Oleander: Trockenfäule
Krankheiten erkennen und behandeln: Wenn der Oleander von Ascochyta befallen ist, dann können Sie – im Gegensatz zu Pseudomonas – etwas dagegen tun. Ascochyta ist auch als Trockenfäule bekannt. Dabei handelt es sich um Pilzsporen, die vor allem die weichen Teile des Oleanders befallen und durch Wasser verbreitet werden. Sie dringen vor allem in verletzte Pflanzenstellen ein. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt oder etwas dagegen unternommen, kann der Pilz auch auf die verholzten Teile übergreifen und der Oleander wäre verloren. Die Symptome zeigen sich in vertrockneten Blütenständen oder an Triebverzweigungen. Diese stellen sehen dann vertrocknet aus und sterben ab. Ebenso alles, was sich darüber befindet. Bei einem Befall sollten Sie die befallenen Stellen großzügig schneiden und die Schnittstellen mit einem Fungizid einstreichen. Diese Maßnahme kann auch vorbeugend angewendet werden. Dadurch werden die möglichen Eintrittsstellen versiegelt und der Pilz kann nicht mehr eindringen. Da diese Krankheit am Oleander vor allem im Winterquartier auftritt, sollten Sie die Pflanze über die kalte Jahreszeit nur sehr wenig gießen.

Die Krankheit in Kürze:

  • Befallen werden zuerst Blüten und Triebe, die man an braunen, trockenen Stellen erkennt
  • Triebe über der befallenen Stelle sterben ab
  • Wenn der Pilz bis zur Basis gelangt, ist der Oleander verloren
  • Neben pilzabtötenden Mitteln kann mit Fungiziden vorgebeugt werden
  • Der Oleander sollte im Herbst möglichst nicht mehr geschnitten werden, da sich der Pilz im Winterquartier besonders gut ausbreiten kann

Krankheiten am Oleander: Grauschimmel
Relativ einfach zu handhaben ist der Grauschimmel. Dieser zeigt sich ebenfalls meist im Winterquartier und überzieht vorhandene, aber vertrocknete Blütenstände mit einem grauen Sporengespinst. Aber auch bei länger anhaltendem, schlechten Wetter kann Grauschimmel am Oleander auftreten. Wenn Sie diese Krankheit am Oleander vorfinden, keine Panik! Schneiden Sie einfach die Blütenstände ab, schon ist das Problem gelöst. Damit Grauschimmel erst gar nicht auftritt, sollten abgeblühte Blütenstände immer sofort entfernt werden. Dies ist vor der Einquartierung im Winter auf jeden Fall eine Arbeit, auf die Sie nicht verzichten sollten.

Die Krankheit in Kürze:

  • Abgeblühte und vertrocknete Blütenstände sollten regelmäßig entfernt werden
  • Denken Sie an das Ausputzen bevor der Oleander ins Winterquartier kommt
  • Grauschimmel tritt bei sogenannten selbstreinigenden Oleandersorten nicht auf
  • Oleander im Winterquartier kaum gießen, ansonsten vor Staunässe schützen
  • Im Sommer vor zu viel Regen schützen

 

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