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Krankheiten an der Clematis: Die Kletterpflanze retten

2 - März - 2016 | Kommentare deaktiviert für Krankheiten an der Clematis: Die Kletterpflanze retten

Die Clematis gehört zu der Familie der Hahnenfußgewächse und zur Gattung der Waldreben. Rund 300 Arten gibt es, davon zahlreiche, die als Zierpflanzen die heimischen Gärten, Terrassen und Balkone bevölkern. Dabei bleibt es nicht aus, dass die Clematis auch mal krank werden kann. Krankheiten an der Clematis treten nicht immer nur speziell bei dieser Blume auf, sondern auch bei vielen anderen Pflanzen. Eine Krankheit dagegen ist nur bei der Clematis zu finden: die Clematiswelke. Sie ist weit verbreitet und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wir wollen Ihnen heute sagen, wie man Krankheiten bekämpfen kann, welche Ursachen es gibt und natürlich sind auch ein paar Pflegetipps dabei.

Krankheiten an der Clematis: Clematiswelke
Die Clematiswelke ist eine der bekanntesten und gefürchtetsten Krankheiten an der Clematis. Dabei handelt es sich um eine Pilzerkrankung, auch Phoma genannt. Die Krankheit sorgt dafür, dass die Leitungsbahnen der Pflanze verstopfen und Pflanzenteile somit absterben. Innerhalb kurzer Zeit werden die Blätter braun und welken. Wird man nicht rechtzeitig aktiv, dann kann die ganze Pflanze befallen werden und die Clematis schließlich sterben.

Die Ursache ist nicht einfach so zu bestimmen. Hier fallen meist mehrere Faktoren zusammen. Zum einen, wenn die Temperaturen über 20 Grad liegen, zum anderen, wenn die Clematis zu feucht gehalten wird. Auch Regenwasser, das die Blätter benetzt, ist ein Kriterium, neblig feuchte Nächte und auch kleine Wunden an der Pflanze. Treffen mehrere Faktoren zusammen, dann kann es zu dieser Krankheit an der Clematis kommen, eine Ursache alleine reicht noch nicht aus.

Eine regelmäßige Kontrolle der Pflanze ist daher wichtig und als erste Maßnahme ist das Abpflücken befallener Blätter zu sehen. Schon allein damit können Sie die Pilzerkrankung eindämmen. Wenn die Krankheit weiter fortgeschritten sein sollte, dann hilft nur ein radikaler Rückschnitt, meist sogar bis zur Basis. Keine Angst, sofern nicht bereits die gesamte Clematis befallen ist, treibt sie wieder aus. Das kann ein paar Wochen, aber auch ein paar Jahre dauern. Geduld ist daher angesagt! Prophylaktisch können Sie mit einem Fungizid gegen Blattfleckenpilze arbeiten, damit die Clematiswelke erst gar nicht auftritt. Noch ein Tipp: Stellen Sie die Clematis immer geschützt auf, damit sie so wenig Regen wie möglich abbekommt.

Die Krankheit in Kürze:

  • Die Clematiswelke verursacht braune Blätter, die in kurzer Zeit welken.
  • Wird nicht frühzeitig reagiert, kann die Pilzkrankheit auf die gesamte Pflanze übergreifen.
  • Halten Sie die Clematis nicht zu feucht, dadurch kann sich die Krankheit verbreiten. Allerdings nur in Verbindung mit feuchten Blättern und/oder warmen Temperaturen und Schäden an der Pflanze.
  • Vorbeugend kann ein Fungizid eingesetzt werden.

Krankheiten an der Clematis: Mehltau
Beim Mehltau ist zwischen dem Echten und dem Falschen Mehltau zu unterscheiden. Der Echte Mehltau kommt häufiger vor und äußert sich in einem weißlich-grauen Belag, der sich auf Blättern und Stängeln, später auch auf Blüten festsetzt. Hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen sind die Hauptursache für Echten Mehltau, aber auch eine Vielzahl anderer Pflanzen in der unmittelbaren Umgebung. Nur auf der Unterseite der Blätter ist der Falsche Mehltau zu finden, der in einem grauen Pilzrasen auf sich aufmerksam macht.

Um Mehltau, egal ob Echten oder Falschen, zu bekämpfen, kann man die Clematis mit Milch oder Molke einsprühen. Auch eine Mischung aus Backpulver, Wasser und Rapsöl (3 Päckchen Backpulver, 4 Esslöffel Öl und 5 Liter Wasser) kann schützen. Damit Mehltau gar nicht erst auftritt, können Knoblauch, Kerbel oder Schnittlauch helfen – diese einfach mit in den Blumentopf pflanzen. Schützt und sieht gut aus.

Die Krankheit in Kürze:

  • Echter Mehltau zeigt einen weißen bis grauen Belag auf der gesamten Pflanze, Falscher Mehltau ist ein grauer Pilzteppich auf der Unterseite der Blätter.
  • Die Krankheit kann durch hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen entstehen.
  • Abhilfe schaffen Hausmittel wie Milch, Molke oder eine Mischung aus Rapsöl, Wasser und Backpulver.
  • Vorbeugend können Sie Knoblauch oder Schnittlauch mit in den Blumentopf pflanzen.

Krankheiten an der Clematis: Grauschimmel
Grauschimmel tritt nur bei Clematispflanzen auf, die Sie im Winter nach drinnen holen oder die eh schon drinnen leben, wie etwa in einem Gewächshaus oder einem Wintergarten. Clematis, die auf Balkon oder Terrasse wächst, braucht Grauschimmel nicht zu fürchten. Die Krankheit ist eine Pilzkrankheit, die einen grauen Teppich auf den Blättern und Blüten hinterlässt. Verantwortlich dafür ist eine zu geringe Luftzirkulation verbunden mit Nässe und Wärme. Sorgen Sie für ausreichend Luftaustausch! Befallene Stellen werden entfernt. Ist bereits die ganze Pflanze befallen, ist es wohl zu spät.

Die Krankheit im Überblick:

  • Grauschimmel befällt nur Clematis, die sich drinnen befinden, beispielsweise in einem Wintergarten und wo die Luft schlecht zirkulieren kann.
  • Die Krankheit breitet sich durch einen grauen Schimmelteppich von den Blättern über die ganze Pflanze aus.
  • Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig und entfernen Sie befallene Stellen sofort.

Krankheiten an der Clematis: und sonst?
Es gibt noch weitere Krankheiten, die die Clematis befallen können. So sind diverse Viruserkrankungen zu nennen, die man meist gar nicht bekämpfen kann. Die Ursache liegt wohl bei der Vermehrung ist wird somit auf Jungpflanzen weitergegeben. Kommen später Insekten dazu, die sich an der Clematis zu schaffen machen, kann die Krankheit ausbrechen.

Brennflecken zählen ebenfalls zu den Krankheiten an der Clematis, auch wenn diese eigentlich keine Krankheit sind, sondern eher Schädigungen durch Umwelteinflüsse. Dazu gehört eine starke und plötzliche Sonneneinstrahlung, wenn die Clematis lange Zeit nicht gegossen wurde oder wenn kaltes Wasser auf erhitzte Blätter gelangt. Ebenfalls eine Ursache kann Rauch sein, der beim Grillen auftritt.

 

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