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Tomatenkrankheiten: Erste Hilfe im Blumentopf

Ist der Mensch krank, legt er sich ins Bett und kuriert sich aus. Ist die Tomate krank, können Sie das mit dem Bett mal versuchen, wird aber wohl nichts bringen. Da müssen andere Geschütze aufgefahren werden. Im Idealfall kommt man mit Tomatenkrankheiten gar nicht erst in Berührung, wenn es der Pflanze aber doch mal nicht gutgehen sollte, dann heißt es: Tomaten Krankheiten bekämpfen!

Tomatenkrankheiten: Meist sind Pilze schuld

Wenn die Tomaten Krankheitssymptome äußern, dann können diese unterschiedlicher Natur sein, der Auslöser sind aber in den meisten Fällen Schimmelsporen, woraus sich Pilze entwickeln und die Tomaten befallen. Diese können für graue, weiße oder braune Beläge sorgen, für faulende Früchte und auch für das Absterben der gesamten Pflanze. Lassen Sie uns kurz die häufigsten Tomatenkrankheiten beleuchten:

  1. Echter Mehltau: Hier treten weiße Flecken an Blättern und Stielen auf, die wie weißer Puder aussehen. Dieser Pilz sorgt dafür, dass befallene Pflanzenteile braun werden und absterben. Befallene Stellen sollten großzügig entfernt werden, um eine Ausbreitung zu vermeiden.
  2. Kraut- und Braunfäule: Hier bekommen zuerst die Früchte braune Flecken, ehe sich der Pilz auf die restliche Pflanze ausbreitet und für einen grauen bis schwarzen Belag sorgt, der die Pflanze schließlich eingehen lässt.
  3. Grauschimmel: Dieser bildet sich zuerst am Stängel und breitet sich dann über die Blattstiele auch auf die Blätter aus. Dabei wird die Pflanze von grauen Sporen übersät und stirbt bei zu starkem Befall ab.
  4. Blütenendfäule: Hier werden vor allem die Früchte befallen. Es bilden sich braune bis schwarze Flecken, die sich rasch vergrößern und die Tomate ungenießbar machen.
  5. Frucht- und Stängelfäule: Über verletzte Stellen am Stiel können die Erreger dieser Tomatenkrankheit in die Pflanze eindringen und dafür sorgen, dass sie sich gelb verfärbt, welkt und abstirbt.
Tomatenkrankheiten

© kameramann – Fotolia.com (#25552549 – Tomaten mit Pilzbefall)

So bleiben die Tomaten gesund

Es gibt noch weitere Krankheiten, wie etwa die Dürrfleckenkrankheit, der Grün- oder Gelbkragen und auch die Löffelblättrigkeit. Eines haben diese Krankheiten jedoch alle gemeinsam: Wird nicht rechtzeitig gegengesteuert, ist die Pflanze verloren. Besser natürlich man sorgt schon vor dem Befall dafür, dass Krankheiten nicht entstehen.

Tomatenkrankheiten, die mit dem Befall von Pilzen einhergehen, haben meist die Ursache, dass die Pflanze zu feucht gehalten wird bzw. dass die Blätter befeuchtet werden. Das sollte man tunlichst vermeiden. Niemals die Blätter befeuchten, gegossen wird nur die Erde. Achten Sie penibel genau auf Staunässe, das vertragen die Tomaten überhaupt nicht.

Die Blütenendfäule zum Beispiel entsteht, wenn die Pflanze einen Kalziummangel hat. Hier sollten Sie für eine ausreichende Kalziumgabe sorgen. Beim Grün- und Gelbkragen ist die Ursache meist eine zu hohe Gabe von Stickstoff. Erkundigen Sie sich im Fachhandel über die idealen Zugaben ihrer Tomatenpflanzen.

Allgemeine Regeln bei der Tomatenkrankheiten Bekämpfung sind:

  • Ausreichend aber nicht zu viel gießen, Staunässe unbedingt meiden
  • Nicht die Pflanze selbst mit Wasser bestäuben, die Blätter immer trocken halten
  • Geizen Sie die Pflanze bei zu dichtem Wuchs aus, das verschafft Licht und Luft
  • Geben Sie in regelmäßigen Abständen Kalzium
  • Beschädigen Sie keine Stiele oder Stängel
  • Entfernen Sie kranke Pflanzteile rechtzeitig und großflächig und entsorgen Sie diese im Restmüll

4 Kommentare

  1. Mike Hutner sagt:

    Ich dachte immer, Tomaten kann man auch per Regenwasser halten, gilt denn das prinzipiell für diese Pflanze, dass die Blätter keinen Regen abbekommen dürfen? Oder liegt das am sauren Regen, dass die dann krank werden?

  2. cane sagt:

    In der Regel werden Tomaten an einer geschützten Stelle postiert. Meist an der Hauswand, die vor Wind und Regen schützt. Natürlich wird die Tomatenpflanze bei einem Regenschauer auch mal nass. Mal ein Regentag stellt kein Problem dar. Anders verhält es sich, wenn die Tomaten permanent Regen abbekommen. Zu viel Feuchtigkeit schafft einen Nährboden für Pilzkrankheiten – Pilze mögen es bekanntlich gerne feucht.

  3. ck sagt:

    Hallo,
    ich habe beim Ausgeizen meiner Tomate aus Versehen den Stamm verletzt. Ist jetzt in jedem Fall mit einer Folgeerscheinung zu rechnen? Was kann ich tun, um dieses evtl zu verhindern?

  4. cane sagt:

    Das hängt davon ab, wie groß die Verletzung ist. Je größer eine Verletzung ist, desto besser können Krankheitserreger den Weg in die Pflanze finden.

    Abhilfe schafft ein frühzeitiges Ausgeizen, wenn der Geiztrieb noch zart ist und nicht rausgebrochen werden muss. Ansonsten ist die Gartenschere noch eine hilfreiche Sache.