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Mehltau auf Balkonpflanzen bekämpfen

9 - April - 2012 | 10 Kommentare
Mehltau

© Copit | istockphoto.com (#10729450 – Schimmel am phlox)

Mehltau bezeichnet als Sammelbegriff verschiedene Pflanzenkrankheiten, die durch Pilze verursacht werden. Der Echte und Falsche Mehltau werden nicht selten miteinander verwechselt. Ursache dieser Verwechslung ist vermutlich nicht nur die Namensähnlichkeit dieser Pflanzenkrankheit, sondern auch das für Laien ähnliche Schadbild. Gravierend für die Unterscheidung beider Mehltau-Pilze ist: Der Echte Mehltau findet sich in der Regel überwiegend auf der Blattoberseite, während der Falsche Mehltau die Blattunterseite der Pflanze befällt.

Echter Mehltau
Wie auch andere Pilzsporen werden die Sporen des Echten Mehltau (Erysiphales) sowohl durch den Wind als auch durch verschiedene Insekten verbreitet. Begünstigt wird die Ausbreitung dieses Pilzes durch ein für ihn optimales Klima: Der Echte Mehltau-Pilz bevorzugt eine trockene und warme Wetterlage. Wer glaubt, dass der Winter diesem Pilz etwas anhaben kann, der irrt. Der Echte Mehltau-Pilz kann durchaus an der Pflanze selbst oder als Mycel überwintern. Sobald der Frühling hereinbricht und die Pflanze wieder mit dem Wachstum beginnt, wird auch der Echte Mehltau wieder aktiv.

  • Schadbild: Wie schon eingangs erwähnt, bildet sich der Echte Mehltau überwiegend auf der Blattoberseite der Pflanzen. Ein untrügerisches Zeichen für einen Befall ist ein weißlicher und mehlartiger Belag. Allerdings macht der Pilz nicht Halt vor anderen Pflanzenteilen. Nicht nur die Blätter, sondern auch die Blüten, Knospen, Stängel und gar die Früchte können durchaus befallen sein. Die betroffenen Pflanzenteile verkümmern oftmals nach einem Befall und können auch gänzlich absterben.

Falscher Mehltau
Auch der Falsche Mehltau benötigt für sein Wachstum ein entsprechendes Klima. Hier liegt der große Unterschied zum Echten Mehltau: Der Falsche benötigt Feuchtigkeit. Nicht nur feuchtes Wetter sorgen für eine Verbreitung des Falschen Mehltau, sondern auch kleine „Unachtsamkeiten“, wie beispielsweise ein zu geringer Abstand zwischen den Pflanzen. Neben einem ausreichenden Pflanzabstand sollte das Augenmerk auf widerstandsfähige Pflanzen gerichtet werden. So können bereits im Vorfeld vorbeugend eine Einnistung und Ausbreitung vermindert oder gar unterbunden werden.

  • Schadbild: Der Echte Mehltau zeigt seine Anwesenheit auf der Blattunterseite der Pflanze – meist ebenfalls durch einen weißlichen Belag. Zusätzlich können aber auch gelbe Blattflecken auftreten. Auch bei diesem Befall können „nur“ die betroffenen Pflanzenteile, aber auch die gesamte Pflanze, eingehen.

Echter und Falscher Mehltau-Bekämpfung:
Der Mehltau lässt sich durch verschiedene Maßnahmen bekämpfen. Auch dieser Pilz hat seine natürlichen „Fressfeinde“: Manche Marienkäfer-Arten weiden den Mehltau-Pilz regelrecht ab.

Befallene Pflanzenteile sollten vorsichtshalber abgeschnitten und entsorgt werden. So wird einer weiteren Ausbreitung vorgesorgt.

Grundsätzlich: Die biologische Bekämpfung ist (oftmals unnötigen) chemischen Mitteln vorzuziehen – geeignet sind selbstgebraute Brühen beispielsweise aus Schachtelhalm oder Knoblauch sowie Zwiebeln. Auch Milch bekämpft erfolgreich den Mehltau-Pilz. Ein Gemisch aus Milch und Wasser (Mischverhältnis 1:9) wird zweimal wöchentlich auf die befallenen Pflanzen und Blätter gesprüht.

 

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10 Kommentare

  1. Petunien sagt:

    meine Balkonkastenpetunien sind sehr klebrig und welk, was habe ich falsch gemacht und wie bekomme ich sie wieder zum kräftigen blühen. Vielen Dank A. Linke

  2. cane sagt:

    Petunien sind normalerweise von Haus aus ein wenig klebrig. Diese Klebrigkeit kann natürlich durch einen Blattlausbefall verstärkt werden. Aber auch ein unregelmäßiges Gießen kann dazu führen.

    Ein Artikel rund um die Petunien: http://www.balkonania.de/petunien/

  3. Rachel sagt:

    Wie sieht das genau aus? Muss man die Milch und das Wasser gemisch aufheizen? Und muss man das jedes mal Wechseln oder kann man das mehrmals Gebrauchen? Ich bedanke mich für die rasche Antwort gruss Rachel

  4. cane sagt:

    Ich kenne es nur so, dass man das Gemisch nicht erhitzt. Davon würde ich nur kleine Mengen ansetzen – also keine drei Liter, wenn ich nur eine kleine Pflanze behandeln müsste. Steht die Mischung kühl (wegen der Milch), kann sie natürlich mehrfach verwendet werden.

  5. Simone sagt:

    Hallo

    hab an meinen Surfinien Mehltau, hab schon mit Milch gespritzt, (1:9), mit Backpulver-Öl-Wasser-Gemisch , ich glaub ,ich kann sie nicht mehr retten(traurig-blühten wunderschön)
    meine Frage, was kann ich vorbeugend tun, um nächstes Jahr nicht wieder dieses Problem zu haben?
    und Milch?…soviel ich weiß, klappt es nur mit Frischmilch? funktioniert auch Buttermilch?
    danke für Antworten
    lg Simone

  6. cane sagt:

    Hallo Simone,
    ich kenne es nur mit Frischmilch.
    Wenn das Wetter eben ideal für den Mehltau ist, dann kann man nicht gaaaanz so viel machen.
    Wichtig ist, dass die Pflanzen gesund sind – kranke und schlecht gepflegte Pflanzen sind anfällig.
    Manche Hoobygärtner machen positive Erfahrungen mit frischem Schachtelhalm, der einfach zwischen die Balkonpflanzen auf das Substrat gelegt wird.
    Ich drücke die Daumen für die kommende Saison!

  7. Simone sagt:

    cane…vielen Dank

    meine Blumen sind meine Welt *lach*, schade , daß ich keine Bilder einfügen kann.
    Werde nächstes Jahr mal eher mit der Milchspritzung anfangen, schon beim kleinsten Anzeichen.
    lg Simone

  8. cane sagt:

    Gerne 🙂
    Das mit den Blumen kann ich voll und ganz verstehen 🙂
    Ja, ist total schade, dass man in die Kommentare keine Bilder einfügen kann. Bisher habe ich leider kein entsprechendes Plugin gefunden, mit dem das möglich ist…

  9. Simone sagt:

    so, hab heute zum 2. Mal mit frischem Ackerschachtelhalmsud gesprüht und lege dann noch Zweige zwischen die sehr lädierten Pflanzen…nein, ich geb nicht auf *lach*
    Rest von meiner Ernte wird getrocknet.

    lg Simone

  10. cane sagt:

    Ich drücke die Daumen!
    Magst du dann berichten? 🙂
    Viele Grüße, Carola

aaaaaaaaaaa