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Passionsblumen überwintern – so geht´s

Die Passionsblume selbst, die meist als Kletterpflanze auftritt, ist optisch gesehen erst mal nicht besonders spektakulär. Fängt die Passionsblume dann allerdings zu blühen an, kann man den Blick nicht mehr von den Blüten abwenden, die einen Durchmesser von bis zu 18 Zentimeter haben können. Mehr als 530 Arten gibt es und das in ganz unterschiedlichen Farben. Am weitesten verbreitet ist die Passiflora caerulea. Sie blüht blau und ist sogar kälteresistent. Dennoch sollten Sie es nicht darauf ankommen lassen und – sofern Sie eine Passionsblume auf Terrasse oder Balkon haben – zur Überwinterung nach drinnen holen.

Passionsblumen überwintern: wenig Pflege im Winterquartier

Pflanzen, die man zum Überwintern ins Haus holt, sollten in der Regel nur wenig Pflege bekommen. Die Passionsblume macht da keine Ausnahme. Schließlich brauchen auch die Blumen mal eine kleine Auszeit. Das bedeutet, dass während dieser Zeit nicht gedüngt werden sollte. Das Düngen am besten schon Ende August einstellen, so kann sich die Passionsblume auf den Winter vorbereiten. Draußen lassen können Sie sie bis zum Frost, dann aber ab nach drinnen. Am besten ist ein heller und mäßig warmer Standort. Ideal ein nichtbeheizter Wintergarten oder ein Treppenhaus.

Passionsblumen überwintern

© StefanRiedmüller – Fotolia.com (#44441174 – passionsblume)

Passionsblumen gießen Sie im Winter nur wenig. Gerade so, dass die Erde nicht austrocknet. Wenn Sie zu oft Wasser geben, dann besteht die Gefahr von Schimmel oder Schädlingsbefall. Auch zu trockene Luft ist ungeeignet, daher sollten Sie die Passionsblume dort unterbringen, wo auch mal das Fenster geöffnet werden kann, um frische Luft reinzulassen.

Passionsblumen schneiden müssen Sie zwar nicht unbedingt, Sie können sie aber durchaus ein wenig stutzen, um die Kletterpflanze im Zaum zu halten. Was Sie auf jeden Fall entfernen sollten, sind die Blüten und die abgestorbenen Blätter, denn das kostet der Blume zu viel Kraft.

Passionsblumen draußen überwintern

Wie schon erwähnt sind die meisten Passionsblumen nicht winterhart. Sollten Sie eine Sorte haben, die auch Kälte verträgt und keine Möglichkeit haben die Pflanze nach drinnen zu holen, können Sie es mit der Überwinterung im Freien durchaus mal versuchen. Dann achten Sie aber auf folgende wichtige Punkte:

  • Stellen Sie die Blume windgeschützt, am besten direkt an eine Wand.
  • Achten Sie darauf, dass sie genügend Licht bekommt.
  • Stellen Sie den Blumentopf am besten auf ein Stück Styropor, so kann die Kälte nicht von unten an die Pflanze dringen.
  • Umwickeln Sie den Blumentopf mit Vlies, um die Passionsblume zusätzlich zu schützen.
  • Bei sehr großer Kälte legen Sie Tannenzweige auf die Erde.

2 Kommentare

  1. Marion sagt:

    Ich habe seit Jahren so eine Passionsblume, in ein kleines Beet nahe einer Hauswand wurde sie gepflanzt. Dort hat sie immer wieder geblüht. Vor 3 Jahren ging sie an dem Standort ein. Sie trieb nicht mehr aus aber… 3m weiter kam in der breiten Fugen der Pflasterung eine neue Pflanze durch. Mal ist im Winter alles erfroren, mal blieb einiges an Trieben stehen. Der letzte Winter war ja keiner (2013 auf 2014) und alle Triebe waren noch voll mit Blättern. Diesen Sommer war der Wahnsinn, was das Wachstum meiner Pflanze angeht…. ich kann sie kaum stoppen. Im Spätherbst ziehe ich nun weg, möchte meine Blume aber irgendwie mitnehmen. Stecklinge habe ich gelesen, das geht… aber wo sitzen die Samen und wann sind die soweit … kann ich die evtl ein Jahr lagern?
    Über eine Antwort wäre ich dankbar.
    LG
    MArion

  2. cane sagt:

    Normalerweise werden die Samen aus den Früchten gewonnen. Die Samen über ein Jahr zu lagern dürfte kein Problem sein. Zumindest nicht, wenn die Samen trocken, nicht zu warm und dunkel gelagert werden.

    Ist der Sortenname bekannt? Alternativ können dann auch Samen bestellt werden – dazu bietet sich ein Fachgeschäft an, dass sich auf Exoten spezialisiert hat.

    Zusätzlich würde ich noch Stecklinge abnehmen und darüber neue Pflanzen ziehen.