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Balkonpflanzen düngen – die richtige Nahrung für bestes Gedeihen

28 - Januar - 2012 | 0 Kommentar

Was für uns Menschen die Nahrung ist, ist für Pflanzen der Dünger. Während sich in der Natur Pflanzen nur dort entwickeln, wo sie auch optimale Verhältnisse vorfinden, muss man bei Balkonpflanzen nachhelfen. Denn sie erhalten eben nicht die Nährstoffe, die sie in der freien Natur über den Boden dauerhaft bekommen. Die Lösung: Balkonpflanzen düngen ist angesagt. Und das ist gar nicht so wenig, was Kübelpflanzen zum Wachsen und Blühen benötigen. Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphor und auch Stickstoff, um nur ein paar der bekanntesten „Zutaten“ zu nennen.

Balkonpflanzen Dünger

© MassimoAngeloRossi | istockphoto.com (#17316370 – Venedig, Cannaregio, blühenden Balkon)

Nur mit Dünger zum „grünen Balkon“
Pflanzen sind so unterschiedlich wie wir Menschen. Während der eine mehr Essen benötigt, kommt ein anderer mit weniger aus. Auch schmeckt nicht jedem immer alles. Kübelpflanzen kann man damit vergleichen. Wer jeder Pflanze, und sei sie auch noch so unterschiedlich, den gleichen und vor allem dieselbe Menge Dünger verpasst, der braucht sich nicht zu wundern, wenn manche Blumen blühen und manche es gar nicht einsehen. Deswegen sollte man beim Kauf von Pflanzen den Gärtner fragen, wie viel Dünger im Einzelfall gegeben werden sollte.

Unterscheiden muss man zwischen organischem und mineralischem Dünger. Organischer Dünger ist naturbelassen und wirkt langsamer, während mineralischer Dünger chemisch hergestellt wird und schneller wirken kann, also die Inhaltsstoffe sich schneller auflösen und somit an die Pflanzen abgegeben werden können. Effektiv wirken werden beide. Für Pflanzenliebhaber, die nicht jede Woche mit Dünger die Pflanzenpflege vorantreiben möchten, empfiehlt sich Langzeitdünger. Den gibt es in Kugelform, als Stäbchen oder auch als Flüssigdünger. Je nach Düngeart halten diese Langzeitdünger bis zu einem halben Jahr.

Düngen wie die Profis
Möchte man seinen Kübelpflanzen etwas ganz besonders Gutes tun, dann können neben den fertigen Düngermischungen auch organische Dünger eingesetzt werden, auf die sich die Pflanzen mit Sicherheit freuen werden. Drei davon möchten wir Ihnen kurz vorstellen:

  1. Hornmehl, auch Horndünger genannt. Das Hornmehl besteht aus zerschroteten Hörnern und Hufen von Schlachttieren. Dadurch ist es sehr stickstoffhaltig, der Stickstoffgehalt liegt zwischen zwölf und 15%. Auch wenn es synthetischen Stickstoffdünger zu kaufen gibt, ist Hornmehl bodenverträglicher.
  2. Guano. Dabei handelt es sich um Exkremente von Seevögeln. Hört sich nicht sehr appetitlich an, ist für Pflanzen, besonders für Balkon- und Kübelpflanzen, aber ein sehr guter Dünger, da er reich an unterschiedlichen Phosphaten und Nitraten ist.
  3. Brennnesseljauche. Ein Dünger, den schon die Großmutter nutzte, selbst herstellte und damit einen großen Erfolg verbuchen konnte. Dazu werden frische Brennnesseln geerntet und in einen Topf mit Wasser gegeben. Dieses Gemisch muss nun jeden Tag mehrmals umgerührt werden. Nach einigen Tagen beginnen die Brennnesseln zu gären. Das merkt man an den Blasen, die aufsteigen, und am unangenehmen Geruch. Die Jauche muss so lange stehen, bis sich keine Blasen mehr bilden, dann abgießen und fertig ist ein perfekter Dünger, der für alle Arten von Pflanzen geeignet ist. Aufpassen sollte man auf das Mischverhältnis. Während man die Brennnesseljauche unverdünnt verwendet, um die noch nicht bepflanzte Erde zu verbessern, werden junge Pflanzen mit einem Mischverhältnis von 1:50 wöchentlich einmal gedüngt, bei älteren genügt ein Verhältnis von 1:10.

Balkon- und Kübelpflanzen düngen ist keine Philosophie. Regelmäßig ein bisschen Dünger und ein nettes Wort, und die Pflanzen werden auch Ihren Balkon schnell in Besitz nehmen.

 

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