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Kartoffeln anbauen: Warum nicht mal auf dem Balkon?

6 - Januar - 2014 | 0 Kommentar

Hört sich Kartoffeln anbauen auf dem Balkon für Sie gewöhnungsbedürftig an? Klar, die Regel ist es nicht, denn wenn vom Kartoffelanbau die Rede ist, dann denkt man in erster Linie an weite Kartoffelfelder, Kartoffeln anbauenalternativ an ausreichend Platz im Garten. Aber Kartoffeln auf dem Balkon? Naja, probieren kann man es ja mal. Oder ist schon der Platzmangel ein Hindernis?

Kartoffeln anbauen: Ein Trick hilft
Natürlich sind richtige Felder auf Balkon und Terrasse nicht möglich. Braucht man auch gar nicht, denn Kartoffeln wachsen nach oben und brauchen somit nicht viel Platz. Nur in der Höhe muss es ein wenig mehr sein. Wie das geht? Ganz einfach! Bauen Sie doch mal Kartoffeln im Pflanzsack an. Oder auch in einer Tonne, einem hohen Holzverschlag oder einer selbstgebauten Umrandung, beispielsweise aus einer Schilfrohrmatte. Möglichkeiten gibt es einige, die Handhabung ist immer dieselbe. Der Einfachheit halber wollen wir den Kartoffelanbau im Sack näher beleuchten.

Sie brauchen:

  • einen Pflanzsack, einen Reissack, einen Jutesack oder dergleichen (ideal: weiße Farbe, so wird das Sonnenlicht leichter reflektiert; Sack muss luft- und wasserdurchlässig sein)
  • für den Anfang 30 Liter Erde (15 Liter Kompost- und 15 Liter Gartenerde)
  • mindestens eine Kartoffel

Kartoffeln anbauen: fünf Minuten Arbeit
Füllen Sie das Gemisch aus Kompost- und Gartenerde in den Sack, den Sie vorher umgekrempelt haben und zwar soweit, dass Sie die Erde gut einfüllen können. Nun nehmen Sie eine bereits keimende Kartoffel (nicht keimende aus dem Supermarkt sind auch möglich, hier dauert es allerdings etwas länger) und geben Sie diese in die Mitte des Sacks mit dem Trieb nach oben. Bedecken Sie sie mit rund fünf Zentimeter Erde. Jetzt nur noch gut wässern und warten. Zwischendurch immer wieder gießen. Achten Sie darauf, dass keine Staunässe entsteht, das Wasser sollte unten abfließen können. Stellen Sie für ein ideales Wachstum den Sack in die Sonne.

Schon nach kurzer Zeit werden Sie sehen, wie eine kleine grüne Pflanze aus der Erde spitzt. Diese Kartoffelpflanze bildet nun in den Blattachseln neue Früchte. Wenn die Pflanze eine Größe von rund 15 bis 20 Zentimetern erreicht hat, wird wieder Erde benötigt. Füllen Sie mit demselben Gemisch den Sack auf, achten Sie aber darauf, dass von der Pflanze noch einige Blätter herausspitzen. Weiterhin regelmäßig gießen. Diese Prozedur können Sie wiederholen, bis sie am Ende des Sacks angelangt sind.

Kartoffeln anbauen: die Ernte
Wenn Sie Kartoffeln im Sack anbauen, dann wird hier genauso geerntet, wie auf dem Feld. Wenn das Grün der Kartoffelpflanzen welkt, sollte die Ernte beginnen. Um die Früchte nicht zu beschädigen, graben Sie sie am besten mit den Händen aus. Die Erde können Sie aufheben und für das nächste Mal wiederverwenden. Aus einer Kartoffel kann leicht ein Kilo werden. Bis die Kartoffeln erntereif sind, dauert es ca. drei bis vier Monate. Der beste Zeitpunkt, um sie in die Erde zu bringen, ist der Frühling bis Frühsommer.

Beachten Sie beim Kartoffelanbau auf dem Balkon folgende Punkte:

  • Verwenden Sie die von uns beschriebene Methode, dann ist die Statik des Balkons nicht zu vernachlässigen, da die Erde doch einiges wiegt.
  • Je nach Größe des Behälters können Sie natürlich auch mehrere Kartoffeln nebeneinander anpflanzen. Der Abstand zwischen den Früchten sollte rund zehn Zentimeter betragen.
  • Gießen Sie nicht zu viel, da sonst die Pflanze faulen kann. Einmal in der Woche ist ausreichend, bei besonders sonnigen Standorten auch öfter.
  • Stellen Sie die Kartoffeln unbedingt in die Sonne, nur dann können Sie auf reiche Erträge hoffen.
  • Das Aufschütten sollte 80 Zentimeter nicht übersteigen, da die Pflanzen sonst nicht mehr genügend Kraft haben.
  • Mit einem Kilo Kartoffeln können Sie bis zu 20 Kilo ernten.

 

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