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Ruckzuck die Balkonkästen bepflanzen

Mit Beginn der Balkonsaison kommt auf jeden Balkongärtner ein wenig Arbeit zu. Die Balkonpflanzen sind ausgesucht und stehen schon parat – und dann heißt es: Kübel und Balkonkästen bepflanzen. Damit sich Ihre Balkonpflanzen wohlfühlen und den Balkon in eine blühende Wohlfühloase verwanden, benötigen die Schützlinge einen guten Start. Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie am besten Ihre Balkonkästen bepflanzen.

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or dem Bepflanzen kommt die Reinigung

Bevor Sie Ihre Balkonkästen bepflanzen, müssen diese – vorausgesetzt, dass sie schon in Gebrauch waren – ordentlich gereinigt werden. Je nach Verunreinigung nehmen Sie zum Reinigen am besten Wasser, Schmierseife, einen Lappen und eine Bürste zum Schrubbern. Abhängig vom Härtegrad Ihres Wassers können zusätzlich unterschiedlich starke Kalkbeläge im Balkonkasten vorhanden sein. Essigwasser ist hier die erste Wahl. Erhitzen Sie dieses aber nicht, da ansonsten recht aggressive Dämpfe entstehen.

Balkonkästen bepflanzen

© Dalmatin.o – Fotolia.com (#23258601 – Blumenkasten)

Sollten Ihre Balkonkästen nicht aus Plastik, sondern aus unglasiertem Ton bestehen, kommen die Tongefäße nach der Reinigung in ein Wasserbad. Dort verbleiben sie, vollkommen mit Wasser bedeckt, mindestens einen Tag. Zwei Tage wären sogar besser. Der unglasierte Ton hat nun Zeit, um das Wasser aufzunehmen. Das gewährleistet, dass der unglasierte Ton nach dem Bepflanzen ausreichend Feuchtigkeit enthält. Ist er mehr oder weniger trocken, entzieht der Ton ansonsten der Blumenerde die Feuchtigkeit.

Sofern Sie neue Balkonkästen bepflanzen, entfällt die gründliche Reinigung. Zum Ab- und Auswischen reichen Wasser und ein Lappen. Denken Sie daran, dass Sie die Abzugslöcher im Kastenboden noch öffnen beziehungsweise durchstoßen müssen, falls diese noch geschlossen sind.

Tipps zum Bepflanzen der Balkonkästen

Nicht nur Kübel, sondern auch Balkonkästen gibt es in den unterschiedlichsten Größen. So gibt es höhere oder tiefere, schmalere oder breitere sowie längere oder kürzere Balkonkästen.

Schmale Balkonkästen finden in der Regel auch auf kleinen Balkonen Platz. Da diese Blumenkästen nicht ausreichend Raum für viele Balkonkästen bieten, werden diese nur einreihig bepflanzt.

Zweireihig können Sie Ihre Balkonkästen bepflanzen, wenn die Breite wenigstens 18 Zentimeter beträgt. Bei der zwei- beziehungsweise mehrreihigen Bepflanzung werden die höher wachsenden Balkonpflanzen nach hinten gesetzt. Kleinwüchsigere Pflanzen bekommen ihren Platz vorne. Auch die hängenden oder langtriebigen Balkonpflanzen werden in die erste Reihe gesetzt. Je nachdem, wie groß die hängenden Exemplare werden, können Sie diese auch als Lückenfüller verwenden. Wichtig ist beim Bepflanzen, dass Sie die notwendigen Pflanzabstände der jeweiligen Pflanzen einhalten. Wenn diese ausreichend Platz haben, können sie sich optimal entwickeln.

Balkonkästen bepflanzen: die Praxis

Damit die Abzugslöcher im Kastenboden nicht mit Blumenerde verstopfen, legen Sie auf diese Tonscherben. Sind die Löcher verstopft, kann das Wasser nicht ablaufen. Die Folge: Staunässe. Und diese sollten Sie auf jeden Fall verhindern, da sie für den größten Teil der Pflanzen absolut schädlich ist.

Über die Tonscherben kommt die Drainageschicht. Auch diese hat den Zweck, dass Wasser besser ablaufen kann. Für die Drainage eignen sich beispielsweise Blähton und Kies. Verteilen Sie diese Schicht auf dem gesamten Boden des Blumenkastens. Die Drainageschicht kann etwa bis zu vier Zentimeter hoch sein – abhängig von der Kastenhöhe. Da bei Balkonen das Gewicht immer eine große Rolle spielt, bietet sich eine Kiesschicht unter Umständen eher auf der Terrasse an. Denn dort stehen die Blumenkästen auf dem Boden und das Gewicht ist in der Regel unerheblich.

Über die Drainage können Sie – wenn Sie möchten – eine Bewässerungsmatte ausbreiten. Diese Matte saugt das Wasser auf (Regen- und Gießwasser) und gibt es wieder an die Wurzeln der Pflanzen ab. Das kann den einen oder anderen Liter Gießwasser sparen.

Nun können Sie die Blumenerde in den Balkonkasten geben. Dabei befüllen Sie aber nur bis etwa zur Hälfte. Auf diese Erdschicht stellen Sie erst einmal alle Pflanzen samt Topf, mit denen Sie den Balkonkasten bepflanzen möchten. So können Sie in aller Ruhe schauen, wie Sie die Pflanzen anordnen möchten. Wenn Sie zufrieden mit dem Ergebnis sind, geht es ans Bepflanzen. Bei einreihig bepflanzbaren Kästen setzen Sie zuerst die größten Pflanzen ein. Bei der zwei- beziehungsweise mehrreihigen Bepflanzung fangen Sie hinten an.

Bereits nach jeder einzelnen Pflanze, die Sie in den Balkonkasten gepflanzt haben, füllen Sie etwas Substrat nach. Diese drücken Sie etwas am Ballen an. Wenn alle Pflanzen im Blumenkasten ihren Platz gefunden haben, füllen Sie den gesamten Kasten mit Erde auf. Nachdem Sie kleinere Unebenheiten ausgeglichen haben, drücken Sie das Substrat mit den Händen leicht an. Achten Sie beim Bepflanzen darauf, dass sie die Pflanzen nicht zu hoch einsetzen. Zum Schluss sollte ein Gießrand von etwa zwei Zentimeter übrig sein. Wenn Sie den Gießrand vergessen, schwappt Ihnen das Gießwasser über und Sie können im Anschluss den Balkonboden schrubben.

Nun müssen Sie nur noch die Balkonpflanzen ordentlich angießen. Gießen Sie dabei nicht über die Blätter, sondern nur in den Wurzelbereich. Dabei legen Sie kleine Gieß-Pausen ein, damit das Wasser in die Erde sickern kann.

Nach dem Balkonkästen bepflanzen: die sichere Befestigung

Die bepflanzten Balkonkästen sollen nicht nur schön aussehen, sondern auch sicher angebracht werden – Sicherheit geht vor Schönheit! In vielen Hausordnungen ist festgelegt, dass Balkonkästen nur innen befestigt und aufgehängt werden dürfen. Fragen Sie also lieber nach, bevor Sie die Kästen außen anbringen.

Achten Sie beim Kauf der Halterungen darauf, dass diese wirklich stabil sind. Von „windigen“ Exemplaren lassen Sie besser die Finger. Ideal sind Halterungen, die eine Kippsicherung haben und zusätzlich mehrfach verstellbar sind.

Aber nicht nur die Halterung sollte äußerst stabil sein, sondern auch Dübel und Schrauben, die Sie zum Befestigen benötigen.

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