Balkonania

Balkonien – das trendige Reiseziel für den Urlaub auf dem Balkon

Schildläuse – possierliche Tierchen, die kein Mensch braucht

5 - Juli - 2013 | 2 Kommentare
Schildläuse

© regenbogenfloh – Fotolia.com (#41494684 – Schildläuse – Coccoidea)

Wenn man nur vom Namen ausgeht, dann könnte man sie eigentlich mögen. Schildläuse werden nämlich auch als Coccoidea bezeichnet – hört sich doch ganz nett an, oder? Alles andere als nett sind Schildläuse aber an Balkonpflanzen, denn sie schädigen diese nachhaltig. Deswegen sollten die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge untersucht werden. Wird man fündig, dann ist es höchste Zeit für eine Schildläuse Bekämpfung.

Tarnung ist alles
Schildläuse sind nicht leicht zu finden. Sie sind sehr klein und verstecken sich vor allem auf den Blattunterseiten. Dabei bevorzugen sie besonders Pflanzen wie Farne, Lorbeer, Oleander, Ficus, Orchideen, Palmen und Zitruspflanzen. Das heißt: Schauen Sie auch ab und an mal unter die Blätter. Doch selbst das heißt noch lange nicht, dass Sie die Schildläuse auch finden, denn sie können sich den farblichen Umgebungen anpassen, verhalten sich also fast wie kleine Chamäleons. Oftmals bemerkt man die Schädlinge nur an den tropfenförmigen Ausscheidungen, auch Honigtau genannt. Dann sind die Tierchen aber schon munter am Futtern. Denn die Jungtiere saugen die Blätter aus und scheiden den nicht verwertbaren Pflanzensaft, der vor allem aus Zucker besteht, wieder aus. Schon wird es an den Blättern klebrig.

Schildläuse bekämpfen
Wenn Sie glauben, „mir passiert das nicht“, dann sollten Sie sich nicht täuschen, denn Schildläuse gehören neben den Blattläusen und den Weißen Fliegen zu den häufigsten Schädlingen an Zimmer- und Balkonpflanzen. Sie treten bevorzugt an Pflanzen auf, die zu wenig Licht bekommen, zu warm stehen oder nicht ausreichend gedüngt werden.

Sofern die Pflanze erst einen geringen Befall aufweist, können Sie die Schildläuse abwischen oder mit einer Dusche abwaschen. Ansonsten empfiehlt der Fachhandel ölhaltige Schädlingsbekämpfungsmittel. Möglich ist auch der Einsatz von Nützlingen wie Marienkäfer, Schlupfwespen oder Schwebfliegen.

Hausmittel bei der Bekämpfung von Schildläusen
Was die Großmutter noch wusste. Fragen Sie sie mal, sie hat bestimmt noch einen guten Tipp. Alternativ können wir Ihnen auch noch ein paar Hausmittel verraten:

  • Mischen Sie drei Teile Wasser mit einem Teil Spiritus oder hochprozentigem Alkohol, nehmen Sie ein Wattestäbchen und versorgen Sie die Schildläuse damit, das mögen die gar nicht.
  • Auch eine Mischung aus etwas Spülmittel und Essig mit Wasser ist effektiv. Hier am besten die Pflanze damit einsprühen, einwirken lassen und nach ein paar Stunden abduschen.
  • Bei einem geringen Befall mit Schildläusen können auch Knoblauchzehen helfen, die in die Erde gesteckt werden.
  • Ebenso möglich ist der Einsatz von Rapsöl, mit dem Sie die betroffenen Stellen einpinseln. Entfernen Sie vorher die sichtbaren Schildläuse.
  • Und zum Schluss kann auch das Tauchen der Pflanze in Wasser helfen.

 

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2 Kommentare

  1. Matthias sagt:

    Die aufgeführten Hausmittel sind allesamt für die Katz bzw. ab einer gewissen Größe der Pflanzen eine tagesfüllende Aufgabe :-)

    Ich wische nur noch ab und überlasse den Rest dem Lauf der Natur.

  2. cane sagt:

    In der Vergangenheit habe ich die Schildläuse auch nur von der Pflanze gewischt. Für einen Moment war Ruhe – scheinbar habe ich welche übersehen, und nach kurzer Zeit waren sie wieder da. Effektiv bekämpft habe ich sie tatsächlich nur mit Hausmitteln – die Alkohol-Wasser-Mischung hat sich bei mir als „Wundermittel“ herausgestellt. Natürlich machen solche manuellen Schädlingsbekämpfungen Arbeit. Insbesondere, wenn es sich um große Pflanzen handelt. Nur manches Mal nehmen Schädlinge Überhand, sodass es nicht immer anders geht.