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Der Weg der Tomate nach Europa

Tomate

© Ryby | Dreamstime.com (#20108328 – Kirschtomaten)

Auch wenn die Tomate in unseren Breiten mehr oder weniger „in aller Munde“ ist, hat sie ihren Ursprung nicht in Europa. Der Goldapfel, wie die Tomatenfrucht über einen langen Zeitraum unter anderem auch genannt wurde, war ursprünglich in Süd- und Mittelamerika beheimatet. Von dort aus gelangte die Tomatenpflanze allerdings erst Ende des 15. Jahrhunderts zu uns, genauer gesagt: nach Europa. Bis die Pflanze als Nutzpflanze bei uns kultiviert wurde, hat es noch eine Zeit lang gebraucht. Insbesondere im 17. und auch noch 18. Jahrhundert wurde die Tomatenpflanze lediglich als Zierpflanze betrachtet. Die Azteken und Maya waren in dieser Hinsicht ein wenig schlauer: Bei ihnen war sie stets fester Bestandteil auf dem Speiseplan.

Nicht nur geografisch war es für den Goldapfel ein weiter und langer Weg. Auch die Namensgebung brauchte ihre Zeit, bis aus „Xitomatl“ schließlich „Tomate“ wurde. Die Azteken nannten ihre Xitomatl später nur noch schlicht tomatl. In Europa hingegen hatte sie lange Zeit viele Bezeichnungen. Der Grund dafür liegt quasi auf der Hand: Im 16. Jahrhundert wurde die wissenschaftliche Benennung von Lebewesen noch nicht systematisiert.

Erst nachdem die Italiener die Tomatenpflanze kultivierten und ihren Nutzen erkannten, gelangte sie auch nach und nach in unsere Breiten. Allerdings war sie erst um 1900 als Lebensmittel in Deutschland bekannt und wurde auch hier bei uns angebaut und geerntet. Inzwischen ist die Tomate nicht mehr aus unserem Speiseplan wegzudenken, oder?

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