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Schneeheide sorgt für bunte Tupfer im bei Eis und Schnee

In den seltensten Fällen zeigt sich der Winter von seiner schönen Seite. Blauer Himmel, so weit das Auge reicht, im strahlenden Wettstreit mit einer unberührten Schneedecke. Dazu eine klirrende Kälte, die Lust auf heißen Kakao und Tee macht. Lieben Sie nicht auch diese Winter, die wir in unseren Breiten nahezu nur noch aus Erzählungen kennen?

Anstelle malerischer Winter finden wir uns mit einem eintönigen Grau ab – mal heller, mal dunkler. Was fehlt sind die leuchtenden Farben, die der Sommer zu bieten hat. Schauen wir etwas genauer hin, können wir eben diese Farbtupfer auch in der kalten Jahreszeit ausmachen, die uns den Sommer über begleitet haben. Einer dieser bunten Vertreter ist die Schneeheide, die Sie vielleicht auch unter dem Namen Winterheide kennen. Dieses Heidekrautgewächs ist in der Lage, uns die Farbe – auch an einem furchtbar tristen Wintertag – auf den Freisitz zu holen.

Die Schneeheide, botanisch Erica carnea, blüht genau dann, wenn nahezu alle anderen pausieren. Nämlich im Dezember. Und da die grauen Tage bis in den Frühling hinein reichen, können Sie sich bis in den April an zahlreichen Blütenglöckchen erfreuen. Vorausgesetzt, dass Sie sich mit der Winterheide eingedeckt haben. Der immergrüne Zwergstrauch könnte Sie mit weißen, rosa, roten oder auch violetten Blüten beglücken. Wenn Sie möchten.

Schneeheide

© emuck – Fotolia.com (#120263007 – Heidekraut)

Der optimale Standort für die Schneeheide auf dem Balkon

Die winterharte Erica carnea möchte auf dem Freisitz gerne einen sonnigen bis halbschattigen Platz vorfinden. Ein sehr sonniges Plätzchen ist zu bevorzugen, da sie den Insekten im Frühjahr als frühzeitige Nahrungsquelle dient.

Während der eisigen und dunklen Jahreszeit brauchen Sie sich keine Gedanken über die Winterheide machen. Sie bleibt draußen – auch ohne einen Winterschutz. Allerdings ist es ratsam, das Pflanzgefäß zu isolieren. Zumindest, wenn es absehbar ist, dass es wirklich kalt wird. Stellen Sie das Pflanzgefäß auf Styropor oder Holz, das isoliert von unten. Zusätzlich umwickeln Sie das Behältnis mit einem Vlies. Oder ganz im Trend: mit einem Jutesack. Das hält nicht nur warm, sondern sieht auch noch schick aus.

Die ideale Pflege für die Schneeheide

Die bis etwa 35 Zentimeter hoch werdende Erica carnea benötigt ein Substrat, dass gleichmäßig feucht gehalten wird. Bitte nicht zu feucht, dass die Erde stets zu nass ist und es gar zu Staunässe kommt.

Der pflegeleichte und anspruchslose Zwergstrauch benötigt in der Regel eine einmalige Düngergabe im Frühjahr. Sollte diese Menge nicht ausreichen, können Sie bis zur Augustmitte nochmals ein bis zwei Mal nachdüngen. Ideal ist ein Dünger für Rhododendren. Wenn Sie nur wenige Heidekrautgewächse auf Ihrem Freisitz beherbergen, können Sie vielleicht mit Nachbarn die Flasche teilen, falls diese ebenfalls diesen speziellen Dünger benötigen. So sparen Sie Geld und der Dünger überaltert nicht im Laufe der Zeit.

Sofern Sie die Schneeheide für mehrere Jahre behalten möchten, ist es ratsam, sie direkt nach der Blüte zu schneiden. Mit einer scharfen und sauberen Gartenschere kürzen Sie die Erica carnea ein. Warum der immergrüne Zwergstrauch einen Rückschnitt benötigt? Nun, mit der Zeit können diese Heidekrautgewächse von unten her kahl werden. Um dies zu vermeiden, wird die Pflanze zurückgeschnitten.

Die Schneeheide pflanzen und vermehren

Der Herbst ist die ideale Pflanzzeit für die Winterheide. Wenn Sie Erde für Rhododendren zur Hand haben, können Sie dieses Substrat gerne verwenden. Damit der Untergrund ein wenig durchlässiger wird, mischen Sie einfach noch ein klein wenig Sand unter. Denken Sie an den nötigen Pflanzabstand, gesetzt den Fall, dass Sie mehrere Schneeheiden in ein Gefäß pflanzen möchten. Für die optimale Entwicklung lassen Sie etwa 30 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen.

Sofern Sie ein Beet an der Terrasse haben, können Sie die pflegeleichte Erica carnea selbstverständlich auch in die Rabatte pflanzen. Beachten Sie bitte auch hier den notwendigen Pflanzabstand von etwa 30 Zentimeter, wenn Sie mehrere dieser Zwergsträucher einpflanzen.

Ihnen gefällt es, eigene Pflanzen zu ziehen? Nun, dann können Sie sich auch an der Schneeheide probieren. Dafür schneiden Sie im Sommer einfach einige halbverholzte Stecklinge zur Vermehrung. Alternativ können Sie es auch mit Absenkern versuchen. Ob nun Stecklinge oder Absenker – beide Arten sind möglich, aber nicht immer von Erfolg gekrönt. Probieren Sie es einfach aus. Mehr als nicht klappen kann es nicht.

Tipps zur Gestaltung mit der Schneeheide

Da die die Schneeheide auch im Winter auf dem Freisitz verbleibt, benötigt sie dementsprechend frostfeste Gefäße. Die Auswahl an Blumenkästen, Schalen, Kübeln oder Töpfen ist groß. Sie können sich im Internet umschauen, in Fachgeschäfte oder Baumärkten oder aber auch im Keller – auch dort finden sich im alten Krempel oft Sachen, die wunderbar umfunktioniert werden können. Schön ist, was Ihnen gefällt.

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