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Vögel füttern im Winter: Kein Piepmatz muss hungern

11 - Dezember - 2013 | Kommentare deaktiviert für Vögel füttern im Winter: Kein Piepmatz muss hungern

Wenn wir es uns zuhause im Warmen gemütlich machen, während draußen der kalte Winterwind für raue Verhältnisse sorgt, denken viele Balkon- und Terrassenbesitzer wohl kaum an ihren Freisitz. Vielleicht träumen sie von wärmeren Zeiten in der Sonne, von bunten Blumen auf dem Balkongeländer und von lustigem Vogelgezwitscher. Doch auch im Winter sollte man daran denken, zumindest an letzteres. Denn damit die Vögel auch im nächsten Sommer wieder fröhliche Lieder trällern können, müssen sie den Winter überleben. Man sollte meinen, dass das kein großes Problem ist. Sofern nicht Schnee und Eis die Piepmätze bei der Nahrungssuche behindern ist es das auch nicht, aber lassen Sie den Winter mal streng und schneereich werden. Dann kann das schnell zu einem Problem werden – einem Problem, dem Sie beisteuern können. Mit der richtigen Winterfütterung!

So machen Sie es richtig
„Vögel füttern ab wann“ und „Vögel füttern wie lange“ – das fragen sich viele und hängen schon im Oktober den Meisenknödel raus. Dies ist jedoch der falsche Weg, denn das ist eindeutig zu früh! Damit die Vögel gut über den Winter kommen, sollte man einige wichtige Punkte beachten.

Im Winter Vögel füttern

© Barbro Rutgersson | Dreamstime.com (#18557267 – Blue tits)

Den richtigen Zeitpunkt wählen: Wie wir alle wissen, sind die Winter in unseren Breitengraden nicht immer nur kalt und haben viel Schnee. Es gibt auch milde Perioden. Das heißt: Vögel füttern sollte nicht pauschalisiert und kann schon gar nicht auf einen genauen Zeitpunkt festgelegt werden. Hierbei kommt es stark auf das Wetter an. Wenn die Temperaturen auch tagsüber unter 0 Grad fallen und es auch noch Schnee hat, dann ist es sinnvoll zu füttern, denn dann finden Vögel nur schwer Nahrung. In der anderen Zeit sollte die Fütterung unterbleiben.

Die richtige Futterstelle wählen: Auf Balkon und Terrasse ist das Anbringen von Futterstellen für die Winterfütterung von Vögeln wohl ein bisschen einfacher, vor allem dann, wenn eine Überdachung vorhanden ist. Das ist wichtig, damit kein Regen oder Schnee das Futter aufweichen kann. Ideal sind Futtersilos, aber auch das obligatorische Vogelhäuschen ist bestens geeignet. Hier sollte das Futter allerdings nicht auf dem Boden liegen. So können es die Vögel nämlich mit Kot verunreinigen. Die Futterstellen sollten außerdem regelmäßig gereinigt werden.

Das richtige Futter verwenden: Meisenknödel und Futtermischungen für die Winterfütterung gibt es im Fachhandel zu kaufen. Das ist schon mal eine gute Möglichkeit. Aber auch Sonnenblumenkerne eignen sich hervorragend und schmecken den lieben Kleinen. Wer während der Saison Sonnenblumen hatte, kann sich die Kerne auch wunderbar selbst ernten. Dazu einfach die verwelkten Blüten aufheben und die Sonnenblumenkerne herauspulen. Achten Sie bei der Futtergabe auch darauf, dass das Futter nicht schimmelt oder vereist.

Bleibt noch zu sagen, dass es unter den Vögeln Exemplare gibt, die Körner bevorzugen, andere halten sich dagegen an Weichfutter. Hier sollten sie ein reichhaltiges „Buffet“ anbieten. Für Finken, Gimpel, Meisen, Dompfaff, Spatz und auch Sperlinge beispielsweise, die zu den Körnerfressern gehören, sind die genannten Sonnenblumenkerne oder Futtermischungen, die es im Handel gibt, ideal. Handelt es sich um Amseln, Stare, Drosseln oder auch Rotkehlchen, freuen sich die Piepmätze über frisches Obst, Haferflocken und auch Rosinen. Ebenso ist hier der Meisenknödel die beste Variante.

Vögel füttern im Winter ist also gar nicht so schwer. Beachtet man die obigen Punkte, dann hat jeder was davon. Die Vögel leckeres Essen und Sie können von drinnen das fröhliche Treiben am Buffet verfolgen.

NACHTRAG
Was gestern noch richtig war, kann heute schon falsch sein. Das lässt sich auf zahlreiche Lebensbereiche anwenden – und so auch auf die Fütterung von Vögeln. Und das nicht nur im Winter. In den Medien ist seit geraumer Zeit von einem Vogelsterben die Rede. Vielleicht haben ja auch Sie bereits beobachtet, dass Singvögel im Garten immer spärlicher werden. Der Grund ist nicht etwa eine Vogelseuche, sondern – neben einigen anderen wie die Zerstörung von Lebensraum – vor allem die Tatsache, dass es immer weniger Insekten gibt. Und dafür ist der Mensch verantwortlich. Denn neben der Vernichtung von Landschaft ist hier der Pestizideinsatz zu nennen. Die Nachrichten über das Pflanzengift Glyphosat haben Sie ja vermutlich mitbekommen. Wenn Insekten also immer weniger werden, haben auch Vögel irgendwann zu wenig zu essen. Hier sind wir Menschen gefragt!

Daher ist es wichtig, nicht nur im Winter zu füttern. Selbst wenn Experten bei der Ganzjahresfütterung zurückrudern und die Abhängigkeit vom Menschen, sowie Krankheiten ins Spiel bringen. Sofern Sie sich für eine Fütterung der Vögel auch in der warmen Jahreszeit entscheiden, sollten Sie immer darauf achten, dass frisches Futter bereitgelegt wird. Kontrollieren Sie dieses täglich und tauschen Sie es gegebenenfalls aus. Bieten Sie den Vögeln ein Nahrungsangebot, von dem jeder etwas hat. Körnerfutter ist dabei genauso wichtig, wie frisches Obst (das Sie aber noch genauer kontrollieren müssen).

Vielleicht haben Sie auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse ja auch die Möglichkeit, Pflanzen zu halten, die üppig blühen. Dadurch werden Insekten angelockt und die Vögel finden Futter. Probieren Sie es aus, die Vögel werden es Ihnen danken. Ach ja, und wenn Sie Nachbarn haben – vielleicht auch welche mit Garten – dann erzählen Sie doch davon und sensibilisieren diese, denn keiner muss seinen Rasen permanent auf 3 Zentimeter kürzen. Eine Wildwiese ist ein wahres Nahrungsparadies für Insekten – und dann eben auch für Vögel.

 

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