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Balkonien – das trendige Reiseziel für den Urlaub auf dem Balkon

Üppiger Dauerblüher: die Schwarzäugige Susanne

28 - Mai - 2012 | 2 Kommentare

Die Schwarzäugige Susanne ist bekannt für ihre „Andersartigkeit“. Während viele Kletterpflanzen einfach nur in die Höhe wachsen und sich hier und dort „festhalten“, schlängelt sich die Schwarzäugige Susanne gegen den Uhrzeigersinn empor. Die Thunbergia alata, wir ihr botanischer Name übrigens lautet, gehört zu der Familie der Akanthusgewächse. Wie es auch bei vielen anderen Balkonpflanzen der Fall ist, finden sich die Wurzeln dieser auffälligen Pflanze nicht in unseren Gefilden, sondern im Südosten Afrikas.

Je nachdem, wie sich die Schwarzäugige Susanne farblich am harmonischsten in Ihren Balkon integrieren lässt, können Sie sortenabhängig zwischen folgenden Farben auswählen: gelb, orangegelb, weiß oder auch braunorange. Wem das noch zu wenig sein sollte, kann sich zusätzlich zwischen gefüllten und ungefüllten Varianten entscheiden.

Der passende Standort für die Schwarzäugige Susanne
Die Schwarzäugige Susanne stellt einige Ansprüche, was ihren optimalen Standort auf dem Balkon anbelangt. In erster Linie sollte das zugedachte Plätzchen warm und sonnig sein, dazu luftig, gleichzeitig aber auch wind- und regengeschützt. Können Sie ihren sonnigen Wünschen nicht ganz nachkommen, akzeptiert sie auch ein Plätzchen im sehr hellen Halbschatten. Problematischer wird es, wenn es der Schwarzäugigen Susanne zu kalt, windig und regnerisch sein sollte. In dem Fall werden Sie mit nachlassender Blütenfülle und Blühfreudigkeit „bestraft“.

Denken Sie auch rechtzeitig an eine Kletterhilfe. Die Schwarzäugige Susanne trägt die Bezeichnung „Kletterpflanze“ zu Recht: Sie kann durchaus eine Wuchshöhe von bis zu gut zwei Metern erzielen.

Ein wenig Pflege für die Schwarzäugige Susanne
Damit sich die Schwarzäugige Susanne zu einem üppigen Dauerblüher entwickeln kann, bedarf es einiger Voraussetzungen. Neben einer nährstoffreichen und lockeren Erde (durch Zugabe von etwas Sand) benötigt sie auch eine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen. Abgesehen von organischem Dünger eignen sich auch ganz normale und übliche Blumendünger, die überall im Handel bezogen werden können.

Damit Sie möglichst lange die üppige Blütenpracht der Schwarzäugigen Susanne bewundern können, sollten Sie die welken Blüten sowie die Samenkapseln kontinuierlich entfernen.

In Bezug auf das Gießen benötigen Sie bei dieser Pflanze ein wenig Fingerspitzengefühl. Auf der einen Seite darf die Schwarzäugige Susanne nicht austrocknen, auf der anderen verträgt sie absolut keine Staunässe. Darauf reagiert sie dermaßen empfindlich, dass Sie übergelaufenes Gießwasser direkt wieder ausgießen sollten.

Die Schwarzäugige Susanne vermehren und überwintern
Die Schwarzäugige Susanne kann zweifellos aus den Samen selbst gezogen werden. Oder Sie lassen sich einfach ein Pflänzchen schenken. Verschiedene Gelegenheiten, wie Geburtstage, gibt es doch bestimmt. Und die Schwarzäugige Susanne ist ganz und gar mal ein etwas anderes und zudem schönes Geschenk.

Auch wenn es sich bei der Schwarzäugigen Susanne um eine mehrjährige Kletterpflanze handelt, hat es sich eingebürgert, sie lediglich einjährig zu pflanzen. Unter den richtigen Voraussetzungen kann sie aber durchaus im Winterquartier verbleiben und im Folgejahr wieder in voller Blüte erstrahlen.

 

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2 Kommentare

  1. Eva sagt:

    Ich habe zum ersten Mal eine schwarzäugige Susanne in einem Kübel der ganz prächtig rankt. Seit sie blüht spicken immer wieder schwarze „Kügelchen“ aus einem braunen „Nüsschen“. Ich habe einige davon aufgelesen und aufbewahrt. Sind das Samen? Kann man diese im nächsten Frühling aufziehen?
    Auf eure Antwort warte ich gespannt.
    Eva

  2. cane sagt:

    Hallo Eva,

    die schwarzen Kügelchen, die etwa so groß wie ein Pfefferkorn sind und ein „Loch“ haben (der Vergleich mit einer Bowlingkugel trifft es ganz gut) sind die Samen der Schwarzäugigen Susanne.

    Diese Samen kannst Du Ende Februar/Anfang März in einer Anzuchtschale (mit Anzuchterde befüllt) aussäen. Am besten setzt Du jeweils drei Samen zusammen – die bringst Du gut einen Zentimeter in die Erde ein. Bei der Keimung solltest Du ein wenig Geduld aufbringen – das kann gut zwei bis drei Wochen dauern. Nach den Eisheiligen, sofern es keine Nachtfröste mehr gibt, kannst Du die Jungpflanzen in Kübel umtopfen und auf den Balkon stellen. Sollte es noch zu kalt sein, kannst Du auch die Schafskälte abwarten.

    Allerdings gelingt eine Aufzucht mit den eigenen Samen nicht immer, ist aber einen Versuch wert. Sicherer wäre, die Samen im Fachhandel zu kaufen.

    Über Fotos von Deiner selbstgezogenen Schwarzäugigen Susanne würde ich mich sehr freuen!