Balkonien – das trendige Reiseziel für den Urlaub auf dem Balkon

Zigarettenblümchen – ein charmanter Blickfang auf dem Freisitz

Sie haben sich an Geranien, Zauberglöckchen und anderen typischen Balkonpflanzen sattgesehen und möchten einfach mal was ganz anderes ausprobieren? Nun, dann möchten wir Ihnen gerne das Zigarettenblümchen vorstellen. Vielleicht passt diese in unseren Gefilden einjährig kultivierte Staude in Ihr Gestaltungskonzept.

Dieses Weiderichgewächs, das Sie eventuell auch unter dem Trivialnamen Köcherblümchen kennen, präsentiert den gesamten Sommer über seine roten Röhrenblüten. Bereits im Mai blüht das Zigarettenblümchen. Bei guter Pflege zeigt Cuphea ignea, so die botanische Bezeichnung dieser ursprünglich aus Mexiko stammenden Pflanze, bis in den Oktober hinein seine leuchtenden Blüten. Die Blüte kann in manchen Regionen noch ein wenig länger anhalten – je nachdem, wann die ersten Fröste auftreten.

Sie fragen sich gerade, woher das Zigarettenblümchen eigentlich seinen Namen hat? Wenn Sie sich die Röhrenblüten genauer anschauen, können Sie einen schwarzweißen Saum an der Blüte erkennen, der an die Asche einer Zigarette erinnert.

Der optimale Standort für das Zigarettenblümchen auf dem Balkon
Das etwa 30 Zentimeter hoch wachsende Zigarettenblümchen möchte auf Ihrem Freisitz ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen vorfinden. Auch wenn die einjährig kultivierte Staude einen hellen und sonnigen Standort mag, ist es ratsam, diesen so zu wählen, dass die Balkonpflanze nicht permanent der prallen Sonne ausgesetzt ist. Das gilt insbesondere für die sommerliche Mittagszeit sowie eine Südausrichtung des Freisitzes.

Cuphea ignea möchte allerdings nicht nur nicht zu sonnig platziert werden, sondern auch windgeschützt. Achten Sie also darauf, dass stärkere Winde nicht durch die mit dunkelgrünen Blättern besetzten Triebe pusten. Die überhängenden Triebe könnten sonst Schaden nehmen.

Raus auf den Balkon oder die Terrasse geht es für das hübsche Zigarettenblümchen übrigens erst nach den letzten Frösten im Wonnemonat. Je nach Region kann das früher oder später sein. Auch wenn Sie gerne zeitig den Freisitz bepflanzen möchten … üben Sie sich in Geduld. Zahlreiche Balkonblumen stammen nicht aus unseren Breiten und vertragen keinen Frost. Ihre Ungeduld würde in einem Kauf neuer Pflanzen enden.

Die ideale Pflege für das Zigarettenblümchen

Das Köcherblümchen möchte nicht ersaufen, aber auch nicht vertrocknen. Ideal ist ein gleichmäßig leicht feucht gehaltenes Substrat. Beim Gießen achten Sie bitte darauf, dass es nicht zu Staunässe kommt. Diese behagt der sich stark verzweigenden Pflanze so gar nicht.

Im Laufe der Zeit wird die in der Blumenerde vorhandene Düngermenge immer weniger. Nach einigen Wochen können Sie mit der Nahrungsergänzung beginnen. Etwa alles zwei bis drei Wochen können Sie das Zigarettenblümchen düngen. Besonders einfach in der Handhabung ist ein ganz normaler flüssiger Blumendünger, den Sie über das Gießwasser verabreichen können.

Bei Bedarf können Sie Hand anlegen und dem Zigarettenblümchen einen neuen Schnitt verpassen. Ein Bedarf kann beispielsweise sein, wenn die dünnen Triebe dieser einjährig kultivierten Balkonpflanze in das Laub anderer Pflanzen hineinragt. Oder wenn es optisch besser passt, hier und da den ein oder anderen Trieb zu kappen. Verwenden Sie zum Schneiden immer saubere und scharfe Scheren. Warum? Nun, wenn Sie das Schnittwerkzeug nicht regelmäßig reinigen und sich Krankheitserreger darauf breit machen, können Sie diese über Ihren gesamten Freisitz verteilen und so andere Balkonpflanzen infizieren. Zudem kann eine stumpfe Schere die Triebe unnötig verletzen – Öffnungen sind immer Eintrittspforten für Erreger.

Das Zigarettenblümchen pflanzen und vermehren

Beim Pflanzen ist ein notwendiger Abstand zu anderen Balkonblumen notwendig. Und zwar aus dem Grund, damit sich sämtliche Pflanzen optimal entwickeln können. Denn in der Regel erwerben Sie Jungpflanzen, die im Laufe der Zeit noch zu stattlichen Pflanzen heranwachsen können. Lassen Sie also etwa 20 bis 25 Zentimeter Platz zwischen den Blumen. Auch wenn es am Anfang noch recht kahl erscheinen mag … nach einigen Wochen ist alles dicht und Sie können die Blumenerde nicht mehr sehen.

Apropos Blumenerde. Es ist vollkommen ausreichend, wenn Sie ein ganz normales Substrat, bitte ohne Torf, verwenden. Sie müssen also nicht von Geschäft zu Geschäft laufen und nach einer Nonplusultra-Erde suchen.

Wie bereits erwähnt, möchte das Köcherblümchen nicht frieren. Raus geht es also erst nach den letzten Maifrösten.

Wenn Sie möchten, können Sie das Zigarettenblümchen übrigens selbst vermehren. Entweder schneiden Sie im Frühjahr von der überwinterten Mutterpflanze einen Kopfsteckling oder aber im Herbst, kurz bevor Sie die Pflanze entsorgen. Den im Laufe der Zeit bewurzelten und eingetopften Steckling brauchen Sie dann nur überwintern.

Alternativ können Sie im Februar und auch noch im März Cuphea ignea aus den Samen vorziehen. Die Samen benötigen zum Keimen keine allzu hohen Temperaturen – das Quecksilber sollte sich zwischen 15 und 18 Grad Celsius bewegen. Für eine konstante Temperatur sorgt ein Mini-Gewächshaus. Bei manchen dieser „Anzuchtstationen“ kann die Temperatur geregelt werden. Und damit die Pflanzen sich zu buschigen Exemplaren entwickeln, entspitzen Sie die noch jungen Pflanzen mehrere Mal. So wird die Pflanze dazu angeregt, mehr Triebe auszubilden.

Das Zigarettenblümchen überwintern

Sie möchten nicht jedes Jahr neue Balkonpflanzen kaufen und haben jede Menge Platz für Wintergäste? Dann können Sie sich daran probieren, das Zigarettenblümchen in den eigenen vier Wänden über die kalte Jahreszeit zu bringen.

Dazu räumen Sie das Köcherblümchen zeitig ein – also noch vor den ersten Herbstfrösten. Die Pflanze möchte es während der Überwinterung bei ihnen dennoch nicht zu warm haben. Suchen Sie einen hellen und kühlen Platz für das Vorhaben. Denn Cuphea ignea reicht es vollkommen aus, wenn das Quecksilber zehn Grad Celsus anzeigt.

Während der hellen Überwinterung wird selbstredend auf eine Nahrungsergänzung verzichtet. Auch die Wassermenge wird den Temperaturen angepasst. Gerade bei den niedrigen Graden achten Sie darauf, dass es nicht zu Staunässe kommt. Denn in dieser Zeit wird weniger Wasser von der Pflanze aufgenommen und die Wurzeln können bei einem Zuviel an Nässe deutlich schneller faulen.

Wenn die Tage wieder länger und wärmer werden, können Sie im Frühjahr einen neuen Platz für den Wintergast suchen. Denn sobald die Pflanze mit dem Austrieb beginnt, kann sie wieder etwas wärmer stehen. Und nach den letzten Maifrösten geht es dann raus an die frische Luft.

Bedenken Sie aber, dass die Zigarettenblümchen noch nicht an die neuen Bedingungen angepasst sind. Suchen Sie sich am besten einen Tag, an dem es schön bewölkt und noch nicht zu warm ist. Ideal sind sogar ein paar bewölkte Tage hintereinander. So kann sich die Balkonblume langsam wieder an die neue Umgebung gewöhnen und Sie bald mit neuen roten Röhrenblüten erfreuen.

Tipps zur Gestaltung mit dem Zigarettenblümchen

Dank ihres überhängenden Wuchses eignet sich das Zigarettenblümchen zum Unterpflanzen von Hochstämmchen – besonders hübsch ist selbstredend die Kombination mit weißen Blüten. Achten Sie aber bitte beim Zusammenpflanzen darauf, dass die Pflanzen ähnliche Ansprüche an den Standort, die Wasser- und Düngermenge stellen. Ansonsten wird eine der Pflanzen auf der Strecke bleiben.

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