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Zweizahn – Dauerblüher mit leuchtend gelber Blütenpracht

3 - Dezember - 2015 | 1 Kommentar

Wenn der Sommer nicht zu uns kommt, dann holen wir ihn uns einfach auf den Freisitz! Und zwar ganz einfach mit dem Zweizahn. Die zahlreichen leuchtend gelben Blüten holen die Sonne auf den Balkon – natürlich auch auf die Terrasse. Und das selbst an grauen und tristen Tagen. Wer kann diesen leuchtenden Blüten schon widerstehen?

Zumal der Zweizahn (Bidens ferulifolia), übrigens ein ursprünglich aus Mexiko stammender Korbblütler, eine ausgesprochen andauernde Blühzeit besitzt. Bereits ab Mai kokettiert dieser Dauerblüher mit seinen sternförmigen goldgelben Blüten, die sogar einen Durchmesser von gut drei Zentimeter erreichen können. Bis in den goldenen Oktober hinein können Sie immer wieder neue Blüten an dem Zweizahn, der Ihnen vielleicht auch unter den Namen Goldmarie oder Gold-Zweizahn bekannt ist, entdecken.

Egal, ob Sie die einjährig kultivierte Balkonpflanze nun Zweizahn oder Goldmarie nennen: Sie macht in verschiedenen Pflanzgefäßen eine gute Figur. Im Balkonkasten oder in der Blumenampel kommt die Pflanze mit ihren breit überhängenden Trieben gleichermaßen zur Geltung. Dank der bis zu einen Meter langen Triebe wirkt die Blume nicht nur auf Augenhöhe, sondern auch an der Brüstung. Mit den richtigen Pflanzpartnern können Sie Ihrer ganz individuellen Balkongestaltung freien Lauf lassen. Schön ist, was gefällt.

Der optimale Standort für den Zweizahn auf dem Balkon
Der wuchsstarke Zweizahn bevorzugt ein Plätzchen in der Sonne auf Ihrem Freisitz. Der Standort kann auch gerne der prallen Sonne ausgesetzt sein.

Im Mai, nach den letzten Frösten, kann die Goldmarie ins Freie. Sobald sich die Blüten öffnen und ihren süßlichen Duft verströmen, finden sich verschiedene Zaungäste ein – Hummeln und andere schauen dann gerne bei Ihnen vorbei und fliegen immer wieder die verlockenden Blüten an.

Die ideale Pflege für den Zweizahn auf dem Balkon
Es gibt genügsame Balkonpflanzen und solche, die aus dem Vollen schöpfen möchten. Letzteres gilt für Bidens ferulifolia. Der Gold-Zweizahn ist sehr durstig und ausgesprochen hungrig.

Schon an normalen Tagen benötigt die einjährig kultivierte Staude ausreichend Wasser, damit ihr Durst gestillt ist. An heißen Sommertagen kann es dann ruhig noch mehr Flüssigkeit sein, die die Pflanze zugeführt haben möchte. Denn leidet der Zweizahn Durst, zeigt er Ihnen das recht deutlich: Die Pflanze straft Sie bei Trockenheit mit abfallenden Blüten.

Wie erwähnt gibt sich der Zweizahn nicht nur mit ausreichend Wasser zufrieden. Es darf auch ein wenig mehr an Nährstoffen sein. Wer üppig blüht, möchte schließlich auch wohl genährt die Zeit auf dem Freisitz verbringen. Bereits beim Einpflanzen können Sie für eine ausreichende Nahrungsergänzung sorgen. Und zwar mit einem Langzeitdünger. Wenn Sie eher ein Freund flüssiger Blumendünger sind, können Sie diese selbstredend verwenden. Dann allerdings häufiger. Ganz bequem können Sie den Flüssigdünger wöchentlich beim Gießen verabreichen. Die Goldmarie wird es Ihnen mit langen und kräftigen Trieben sowie zahlreichen Blüten danken.

Wenn Sie möchten, ist das Pflegeprogramm damit beendet. Andernfalls können Sie – das ist aber kein Pflichtprogramm – den Goldzweizahn in regelmäßigen Abständen von seinen verdorrten Blüten befreien. Das Ausputzen ist zwar nicht zwingend notwendig, das Resultat sieht aber schon besser und vor allem gepflegter aus. Finden Sie nicht auch?

Den Zweizahn pflanzen und vermehren
Ab Mai, nach den letzten Frösten, was meist um die Eisheiligen herum der Fall ist, können Sie die Goldmarie auf den Freisitz umquartieren. Sofern Sie einen vollsonnigen Platz ausgesucht haben und Ihr Zweizahn noch nicht an diese Lichtverhältnisse gewöhnt ist, ist es ratsam, die Pflanze vorerst nicht der vollen Sonne auszusetzen. Gewöhnen Sie die Staude erst einmal daran.

Bidens ferulifolia stellt keine sonderlichen Ansprüche an die Erde. Wenn Sie ganz normale Balkonpflanzen- oder Einheitserde zur Hand haben, machen Sie damit nichts falsch. Sie müssen also nicht noch mal los und Nonplusultra-Erde besorgen. Die Zeit können Sie sich getrost sparen.

Je nachdem, wie Sie den Zweizahn pflanzen möchten, ist ein ausreichender Pflanzabstand notwendig. Möchten Sie nur eine einzige Pflanze in ein Gefäß setzen, müssen Sie natürlich nicht darauf achten. Ansonsten lassen Sie mindestens 25 bis 30 Zentimeter Platz zwischen den einzelnen Pflanzen und zu vorgesehenen Pflanzpartnern. Am Anfang sehen alle Jungpflanzen noch klein aus. Aber glauben Sie mir, die wachsen noch. Die Goldmarie mag zwar nicht recht in die Höhe wachsen, höchstens 15 bis 30 Zentimeter, dafür aber in die Länge. Und die bis zu einem Meter lang werdenden Triebe sind von Natur aus breit überhängend.

Sie finden es toll, für eigenen Pflanzenachwuchs zu sorgen? Prima, denn diesem Wunsch steht nichts im Wege. Sie können entweder im August Stecklinge schneiden oder Sie überwintern die Mutterpflanze und nehmen von Januar bis März die Stecklinge ab.

Den Zweizahn überwintern
Der Gold-Zweizahn wird zwar in der Regel einjährig kultiviert, ist aber ausdauernd. So können Sie, sofern Ihr Winterquartier über ausreichend Platz verfügt, die Pflanze auch überwintern. Dazu benötigen Sie einen hellen Platz, an dem das Quecksilber nicht weniger als fünf, aber auch nicht mehr als zehn Grad Celsius anzeigt. Und bevor Sie die Goldmarie einräumen, zücken Sie die saubere und scharfe Gartenschere – nun geht es ans Eingemachte. Schnipp, schnapp kürzen Sie die Triebe auf 15 bis 20 Zentimeter.

Tipps zur Gestaltung mit dem Zweizahn
Der Zweizahn fühlt sich in verschiedenen Pflanzgefäßen wohl. Hauptsache, die breit überhängenden und langen Triebe haben ausreichend Platz. So platziert, ob nun in der Ampel oder im Balkonkasten, macht die Staude ein gute Figur mit ihren gelb leuchtenden Blüten.

Auch Pflanzpartner lassen sich mit dieser wuchsstarken Schönheit kombinieren. Allerdings kommt es auf die richtige Wahl des Partners an. Ist dieser zu schwach, wird der Zweizahn auch gleich seinen Platz einnehmen. Achten Sie also auf einen ebenbürtigen Partner, der es mit Bidens ferulifolia aufnehmen kann. Mögliche Partner sind beispielsweise Hängepetunien oder Hängeverbenen. Kontrastreich, somit optisch spannend, sind violette Hängepetunien und der gelbe Zweizahn.

Wenn Sie die Sorte ‚Golden Star‘ in die Finger bekommen, können Sie einen etwas schwächeren Pflanzpartner wählen, da diese Goldmarie-Sorte weniger stark im Wachstum ist, dafür aber kompakter.

 

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1 Kommentar

  1. Gartenleidenschaft sagt:

    Danke für den super Blumentipp.
    LG aus Österreich, Gartenleidenschaft