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Petersilie – nicht nur Deko auf dem Teller

7 - März - 2012 | 2 Kommentare

Die Petersilie, gerne auch Petersil genannt, ist tatsächlich nicht nur Dekoration auf dem Teller, sondern eine leckeres und gesundes Gewürzkraut, das sich in unseren Küchen etabliert hat. Was wäre beispielsweise die Frankfurter Grüne Soße ohne die Petersilie? Eben!

Die Petersilie (Petroselinum crispum), ein zweijähriger Doldenblütler, gibt es in der glatten und krausen Variante. Nicht nur optisch, sondern auch im Geschmack unterscheiden sich die beiden Sorten. Im Gegensatz zur krausen Petersilie besitzt die glatte ein feineres Aroma und ist im Geschmack etwas kräftiger.

Der passende Standort und die optimale Pflege für die Petersilie
Wenn Sie Ihrer Petersilie etwas Gutes tun wollen, sorgen Sie für ein nicht zu sonniges Plätzchen. Auch wenn die Pflanze es gerne hell hat, mag sie dennoch keine pralle Sonne. Ein windgeschütztes Plätzchen im lichten Halbschatten auf dem Balkon ist genau das richtige für die Petersilie.

Insgesamt ist die Petersilie recht anspruchslos, was die Pflege anbelangt. Allerdings benötigt im Topf kultivierter Petersil in Bezug auf das Gießen ein klein wenig Fingerspitzengefühl. Gießen Sie die Pflanze nur dürftig. Ein Zuviel des Guten nimmt die Petersilie schnell übel, was man ihr dann auch ansieht. Insbesondere Staunässe sollten Sie unbedingt vermeiden. Tipp: Bevor Sie die Pflanze erneut gießen, machen Sie vorher die sogenannte „Daumenprobe“. Die verrät Ihnen, ob die Petersilie tatsächlich Wasser benötigt.

Zwischendurch, aber nicht zu häufig, können Sie der Petersilie auch ein wenig Dünger zuführen. Da Sie die Petersilie noch genießen möchten, empfehle ich einen organischen Dünger. Hornmehl oder Hornspäne sind bestens dafür geeignet.

Neue Petersilie im Topf kaufen oder lieber selber aussäen?
Die schnellste und bequemste Art, um an Petersilie zu kommen, sind im Handel erhältliche, schon fertig gezogene Pflanzen. Das bietet sich aber eher an, wenn keine Unmengen benötigt werden. Allerdings müssen Sie Zuhause daran denken, dass Sie Ihren „Neuerwerb“ direkt umtopfen – vorgezogene Kräuter sind oftmals schon sehr reichlich verwurzelt und benötigen deshalb einen größeren Topf.

Sollten Sie ausreichend Platz haben, können Sie die Petersilie auch problemlos ganz einfach auf dem Fensterbrett selbst ziehen. Die dafür benötigten Samen finden Sie im Handel. Achten Sie aber auf den Zustand der Samentüten. Sind diese nicht in einem tadellosen Zustand, gehen Sie lieber ein Haus weiter. Die Tütchen dürfen nicht beschädigt und schon gar nicht nass sein oder waren es in der Vergangenheit. Nässe zeigt sich durch gewelltes Papier.

Wenn Sie Ihre Petersilie selber ziehen und säen, warten Sie damit bis zum Spätsommer – dann geht sie besser auf als im Frühjahr.

Wann ist die beste Erntezeit für Petersilie?
Der Petersil kann ganzjährig frisch vom Balkon geerntet werden. Achten Sie bei der Ernte darauf, dass Sie von außen nach innen abernten. Der mittlere Teil der Petersilie, das sogenannte Herz (wie auch beispielsweise bei Erdbeerpflanzen) sollte unberührt bleiben, da ansonsten keine weiteren Triebe mehr nachwachsen.

Petersilie gehört übrigens zu den Kräutern, die sich zur Konservierung hervorragend einfrieren lassen. Natürlich können Sie die Blätter auch trocknen. In dem Fall müssen Sie aber damit rechnen, dass nicht mehr viel vom Aroma der Petersilie übrig bleibt.

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn…
Wie viele andere Pflanzen auch, ist die Petersilie in Bezug auf ihre Nachbarschaft ein klein wenig wählerisch. Zu den guten Nachbarn gehören beispielsweise Schnittlauch und Tomaten. Salat hingegen ist eine äußert schlechte Nachbarschaftswahl – zwischen den beiden Pflanzenarten sollte möglichst viel Abstand sein. Generell vertragen sich die Doldenblütler nicht untereinander. Aus dem Grund sollte zwischen ihnen immer ausreichend Platz bestehen.

Sollten Sie eine ausreichend große Terrasse mit ein wenig Gärtchen besitzen und möchten ein kleines Kräuterbeet anlegen, achten Sie unbedingt darauf, dass bei der Petersilie mindestens vier Jahre dazwischen liegen müssen, bis sie erneut wieder an der gleichen Stelle ausgesät werden kann.

Petersilie in der kalten Jahreszeit – draußen oder lieber im Winterquartier?
Falls Sie die Möglichkeit haben, der Petersilie im Winter ein geschütztes Plätzchen zu bieten, kann diese durchaus auf dem Balkon überwintern. Um den Wurzelballen vor stärkerem Frost zu schützen, sollten Sie den Topf mit einem Vlies umwickeln und zusätzlich auf eine Styropor-Platte zur Isolation stellen. Sie können die Petersilie aber während der kalten Jahreszeit auch ins Haus holen – dort sollte sie möglichst hell und kühl stehen.

 

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2 Kommentare

  1. pellado sagt:

    Gibt es bei der Petersilie eigentlich eine Verwechslungsgefahr mit anderen, evtl. giftigen Pflanzen?

  2. cane sagt:

    Es besteht durchaus eine Verwechslungsgefahr mit der Hundspetersilie, die eine sehr starke Giftigkeit besitzt. Ein Unterscheidungsmerkmal ist die Blütenfarbe beider Pflanzen. Petersilie hat meist grünlichgelbe Blüten, die Hundspetersilie hingegen weiße Blüten. Nicht nur anhand der unterschiedlichen Blütenfarben lassen sich die Pflanzen unterscheiden, sondern auch durch den Geruch. Zerreibt man die Hundspetersilie, verströmt sie einen scheußlichen Geruch. Beim Zerreiben müssen unbedingt Handschuhe verwendet werden!

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