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Marmeladenbusch: farbenfrohe Blütenpracht für den Balkon

1 - März - 2019 | Kommentare deaktiviert für Marmeladenbusch: farbenfrohe Blütenpracht für den Balkon

Wenn es auf Balkon oder Terrasse üppig blüht, dann erfreuen sich nicht nur die Menschen, sondern auch die Insekten kommen zahlreich, um ihr und unser Überleben zu sichern. Eine Pflanze, die beides mit sich bringt, ist der Marmeladenbusch. Aus der Entfernung, wenn die kleinen orangenen, gelben, gelb-orangen und orange-roten Blüten miteinander verschmelzen, könnte man tatsächlich meinen, der Kletterbusch würde aus Marmelade bestehen.

Ursprünglich kommt der Marmeladenbusch aus Südamerika, genauer wächst er in den Andenregionen von Ecuador und Kolumbien. Irgendwann kam er dann auf die Kanarischen Inseln und wurde dort ebenfalls heimisch. Aus diesem Grund nennt man die Pflanze, deren offizieller Name wenig klanghaft Streptosolen jamesonii lautet, auch Kanarenblümchen. Eine Blume ist die Pflanze allerdings nicht, denn es handelt sich hierbei tatsächlich um einen Busch. Ein Busch, den man aber sehr gut auf dem Balkon halten kann. Wie das funktioniert und was zu beachten ist, wollen wir in diesem Artikel zeigen.

Marmeladenbusch: die Grundsubstanz
Je hochwertiger die Erde ist, umso besser gedeiht der Marmeladenbusch natürlich. Das heißt nicht, dass er in gewöhnlicher Blumenerde nicht schön blüht. Wenn Sie ihm allerdings Gutes tun wollen, dann geben Sie zur Erde noch etwas Sand, vielleicht auch Blähton, Splitt oder feinen Kies, um die Erde aufzulockern und für eine bessere Drainage zu sorgen. So ist auch dafür gesorgt, dass die Erde nicht klumpt und die Wurzeln besser belüftet werden.

Marmeladenbusch: der Standort
Damit eine Pflanze auch gut gedeiht, ist der richtige Standort wichtig. So mag der Marmeladenbusch vor allem eines: Sonne! Dabei ist eine hohe UV-Strahlung besonders anregend für die Blütenbildung. Noch besser blüht der Busch, wenn die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sehr groß sind. Das können wir natürlich nicht beeinflussen, sollte aber dennoch erwähnt werden. Stellen Sie die Pflanze also am besten an einen sonnigen Standort. Wenn Sie einen Süd- oder Westbalkon haben, ist es ideal. Auf einem Nordbalkon wird sich der Marmeladenbusch wohl nicht so gut entwickeln können.

Marmeladenbusch: die Pflege im Sommer
Viel Pflege braucht der Marmeladenbusch nicht. Ein bisschen düngen und regelmäßig gießen – das war es fast schon. Allerdings sollten Sie bedenken, dass die Pflanze viel Wasser braucht. Das bedeutet: Wenn Sie selten zuhause sind, sollten Sie ein Bewässerungssystem installieren oder dafür sorgen, dass das Kanarenblümchen ausreichend Wasser bekommt. Was ebenfalls nicht gut ist, ist Staunässe! Nehmen Sie daher immer einen Blumentopf, der unten Löcher hat oder installieren Sie vor dem Pflanzen eine Drainage aus Kiesel und Sand.

Da der Marmeladenbusch viele Nährstoffe braucht, sollte er in der Blütezeit, die Ende März beginnt und bis Anfang Oktober reicht, regelmäßig gedüngt werden. Ideal ist eine wöchentliche Düngergabe. Das war es dann aber auch schon. Wenn Sie Ihren Marmeladenbusch so pflegen, haben Sie alles richtig gemacht.

Marmeladenbusch: die Pflege im Winter
Wie viele Pflanzen, so macht auch der Marmeladenbusch im Winter eine Pause. Achtung: Die Pflanze ist zwar mehrjährig, aber nicht winterhart, das heißt, dass Sie sie im Herbst zum Überwintern nach drinnen holen müssen. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können die Pflanze bereits nachhaltig schädigen.

Sie haben nun zwei Möglichkeiten, die Pflanze über den Winter zu bekommen. Wenn Sie sie dauerhaft über 15 Grad und an einem hellen Standort lagern, dann bleibt sie grün, muss aber auch weiterhin regelmäßig gegossen werden. Bei Lagerungen unter 10 Grad, wirft sie meist die Blätter ab, kann dann auch dunkel gestellt und muss nur noch selten gegossen werden. Der Wurzelbereich darf allerdings nicht austrocknen.

Achtung: Der Marmeladenbusch ist sehr anfällig für Pilzerkrankungen, daher sollte das Winterquartier immer gut durchlüftet sein und die Pflanze nicht unbedingt mit anderen Pflanzen im Raum stehen.

Marmeladenbusch: was sonst zu beachten ist

  • Schnitt
    Damit der Marmeladenbusch üppig blüht und in Form bleibt, sollten Sie ihn immer wieder mal schneiden – schon allein deshalb, weil es sich um einen Kletterbusch handelt. So wird er besonders schön und wächst kompakt. Ideal ist es, wenn Sie die Pflanze nach der Winterruhe stutzen und zwar werden dabei Triebe entfernt, die schon alt und schwach sind. Ansonsten schneiden Sie auch während der Vegetationszeit immer wieder Zweige ab. Vor allem die Spitzen werden eingekürzt. So fördern Sie neue Triebe und eine gute Verzweigung.
  • Vermehrung
    Möchten Sie neue Pflanzen ziehen, dann können Sie den Marmeladenbusch auch sehr einfach vermehren. Dazu wird im Frühling einfach ein oder mehrere Stecklinge abgeschnitten. Diese kommen in Sand oder Anzuchterde. Auch das berühmte Wasserglas kann genutzt werden. Nach wenigen Wochen sind die Wurzeln so gut ausgebildet, dass die Jungpflanze in ihren endgültigen Topf kommt.
  • Umtopfen
    Von Zeit zu Zeit kann der Marmeladenbusch für den Topf zu groß werden. Spätestens, wenn die Wurzeln unten aus dem Topf herausschauen, sollte man ans Umtopfen denken. Umgetopft wird am Besten im Herbst, wenn die Vegetationszeit vorbei ist. Dann kann sich die Pflanze über den Winter an den größeren Topf gewöhnen und neue Wurzeln bilden. Es wird auch immer wieder empfohlen, im Frühling umzutopfen. Auch das ist natürlich möglich. Nur während der Blütezeit sollte darauf verzichtet werden.

Marmeladenbusch: was der Pflanze schadet
Der Marmeladenbusch mag es am liebsten, wenn er solitär steht. Der Grund: So haben es Schädlinge schwer, auf die Pflanze überzugreifen. Es gibt aber dennoch einige Schädlinge, die den Marmeladenbusch befallen können – vor allem solche, die der Pflanze den Saft aussaugen.

  • Läuse
    Behandeln können Sie Blatt- oder Schmierläuse mit einem Sud aus Knoblauch oder Zwiebeln, mit einer Mischung aus Milch und Wasser (1:2) und mit Schwarzem Tee.
  • Spinnmilben
    Bei Spinnmilben hilft ebenfalls ein Zwiebelsud. Aber auch Zigarettenasche (Nikotin), die durch das Gießwasser verabreicht wird, hilft. Und nicht zuletzt der Entzug von Sauerstoff. Dazu wird eine Plastikfolie über die Pflanze gestülpt und verschlossen. Länger als 10 Tage sollte der Marmeladenbusch so allerdings nicht verbringen.
  • Schnecken
    Schnecken sind auf Balkon und Terrasse wohl ein zu vernachlässigendes Problem. Sollten Sie dennoch Schnecken finden, dann sammeln Sie diese einfach ab.

Vor allem, wenn der Marmeladenbusch zu wenig Luft bekommt (besonders im Winter), ist die Gefahr groß, dass sich Pilze ausbreiten. Regelmäßige Kontrolle ist also sinnvoll. Bei Befall, wird der befallene Bereich ausgeschnitten.

 

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