Balkonien – das trendige Reiseziel für den Urlaub auf dem Balkon

Paprika – Anbau ist auch auf dem Balkon möglich

Paprika ist lecker und gesund. Und im Geschäft nicht unbedingt günstig. Dafür aber problemlos auch auf dem Freisitz anbaubar. Zudem sind Paprikapflanzen recht dekorativ. Es müssen ja nicht immer blühende Blumen sein, die den Balkon zieren, oder?

Je nachdem, für welche Sorte Sie sich entscheiden, zeigt sich die Paprika (Capsicum annuum) in unterschiedlichen Größen, Formen und auch Farben. Und natürlich auch mit unterschiedlicher Schärfe. Während Gemüsepaprika knackig frisch und süßlich daher kommt, sind andere Sorten schon etwas scharf. Wenn Sie ausreichend Platz auf Ihrem Freisitz haben, müssen Sie sich ja nicht auf eine Sorte beschränken. Denken Sie aber daran, dass ein Balkon nicht unendlich viel an Gewicht tragen kann!

Paprika auf dem Balkon züchten – der Standort

Dieses Familienmitglied der Nachtschattengewächse ist nichts für einen Nordbalkon. Paprikapflanzen lieben Wärme und Sonne. Ein sonnenverwöhnter Balkon entspricht den Wünschen der Paprika.

Aber nicht jeder Fleck auf dem Freisitz ist auch ideal. Wie auch die Tomaten möchte es die Paprika am liebsten den ganzen Tag über warm haben. Das schließt auch die Nächte mit ein. Wie Sie für die nächtliche Wärme sorgen können? Nun, ganz einfach: Positionieren Sie die Paprika direkt am Haus. Tagsüber wird die Wand von der Sonne erwärmt – nachts wird die gespeicherte Wärme wieder abgegeben.

Paprika

© Yvonne Bogdanski – Fotolia.com (#3573679 – Pflanzen)

Da Kälte nichts für diese Pflanze ist, geht es erst im Wonnemonat raus auf den Balkon oder die Terrasse. Allerdings erst dann, wenn die Temperaturen ausreichend sind und keine Nachtfröste mehr erwartet werden.

Die Pflege der Paprikapflanzen auf dem Balkon

Dieses Nachtschattengewächs benötigt ausreichend Wasser. Das Substrat sollte keinesfalls zu trocken oder zu nass sein. Ideal ist eine kontinuierlich feuchte Pflanz- und Gemüseerde. Achten Sie unbedingt darauf, dass sich keine Staunässe entwickelt. Ansonsten können Sie sich darauf einstellen, dass Sie keine eigenen Paprika haben werden.

Da die vorhandenen Nährstoffe in der Gemüse-Erde nach einiger Zeit aufgebraucht sind, benötigt die Paprikapflanze erneut Dünger. Etwa alle zwei Wochen können Sie dann das Nachtschattengewächs ein wenig düngen. Am besten verwenden Sie einen organischen Dünger, wie Brennnesseljauche, oder einen Bio-Dünger für Gemüse. Schließlich möchten Sie die Paprika genüsslich verspeisen, oder?

Die Paprika vorziehen und pflanzen

Der eigene Nachwuchs auf der Fensterbank ist nicht jedermanns Sache. Entweder fehlt der Platz oder schlicht die Lust dazu. Hier springt der Fachhandel ein und versorgt Sie mit Jungpflanzen. Natürlich nicht mit der Sortenauswahl, die eine eigene Anzucht zu bieten hätte.

Sie legen Wert darauf, Ihr Gemüse selbst zu ziehen? Dann decken Sie sich Mitte Februar mit Anzuchterde, Samen, einem Minigewächshaus und Anzuchttöpfchen ein. Denn in diesem Monat beginnt die Aussaat für die Paprikapflanzen.

Die Topfgröße hängt stark vom Gelingen ab. Je nach Balkongröße, Statik und Pflanzenmenge können Sie ausreichend große Kästen oder Kübel verwenden. Für eine einzelne Paprika benötigen Sie natürlich keinen Kübel mit einem Fassungsvermögen von 100 Liter. Zehn Liter sollten es aber wenigstens sein.

Sie haben sich für einen Kasten entschieden, den Sie mit mehreren Paprika bepflanzen möchten? In dem Fall ist der Pflanzabstand wichtig. Lassen Sie zwischen den einzelnen Pflanzen etwa 40 Zentimeter Platz. Wird der Abstand zu klein gewählt, haben die Paprikapflanzen nicht genug Platz, um sich so zu entwickeln, wie sie eigentlich könnten. Lassen Sie sich also nicht davon täuschen, dass die Jungpflanzen noch „niedlich“ sind. Die wachsen noch!

Ebenso wie Tomatenpflanzen benötigen auch die Paprika eine Stütze. Wenn Sie die Pflanzen in die Kästen oder Kübel setzen, stecken Sie auch gleich einen Pflanzstab mit in die Gemüseerde. An diesem binden Sie das Nachtschattengewächs sorgsam fest.

2 Kommentare

  1. Gabriela Spengler sagt:

    Hallo und schönen guten Tag!
    Ich möchte einen großen Kübel auf der Terrasse nützlich bepflanzen. Vertragen sich Tomaten, Paprika und Zuccini in einem Kübel,bzw. welche evtl. auch niedrigeren Nutzpflanzen oder Kräuter kann ich jeweils dazu pflanzen, damit es auch schön ausschaut? Für ein paar hilfreiche Tipps bedanke ich mich schon jetzt und verbleibe mit freundlichem Gruß aus Baden-Würrtemberg!

    G. Spengler

  2. cane sagt:

    Hallo,
    es kommt darauf an, wie groß der Kübel ist. Tomaten, Paprika und Zucchini würde ich nicht in einen gemeinsamen Kübel setzen, da jede Pflanze für sich schon sehr viel Platz einnimmt. Eine Zucchinipflanze benötigt schon etwa 1 qm Platz! Damit Tomaten und Paprika sich gut entwickeln können, sollte für jede Pflanze ein ausreichend großer Topf/Kübel gewählt werden. Für meine Tomaten verwende ich derzeit jeweils Töpfe mit einem Volumen von ca. 25 Liter – wobei ich 25 Liter noch zu klein finde. Meine Tomatenpflanzen sind alle wenigstens 2 Meter hoch und entsprechend breit!

    Beispielsweise lassen sich gut Tomaten und Basilikum in einen Kübel pflanzen.

    Gemüse würde ich grundsätzlich in einzelne Kübel setzen. So können die Standort- und Nährstoffansprüche besser erfüllt werden.

    Aus dem Kübel lässt sich doch ein wunderbares Kräuterbeet zaubern. Beispielsweise mit mehrjährigen Kräutern oder auch nur mit einjährigen Kräutern und über den Winter kommt dann z.B. Heidekraut in den Kübel, damit etwas Farbe auf der Terrasse ist.