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Weißfilziges Greiskraut – die silbergraue Schönheit

Weißfilziges Greiskraut

© cane Das Weißfilzige Greiskraut ist auch unter verschiedenen alternativen Namen bekannt.

Viele Pflanzen kennen selbst Hobbybotaniker nicht nur vom Sehen, sondern auch vom Namen. Beim Weißfilzigen Greiskraut ist das vermutlich etwas anders. Denn der Name kommt einem wohl nicht allzu oft unter. Anders ist es, wenn man die Pflanze sieht. Dann kommt der Aha-Effekt. Vielleicht aber auch, wenn Sie die alternativen Namen hören, die von Silber-Greiskraut über zweifarbiges Greiskraut bis hin zu Silberblatt und Aschenpflanze reichen. Alle Bezeichnungen meinen dieselbe Pflanze, die vor allem als Farbkontrast in Gärten und auf Balkonen gerne angepflanzt wird.

Wenn Sie über die Bezeichnung Senecio cineraria stolpern, dann ist das die botanische Bezeichnung für das Weißfilzige Greiskraut. Aber auch Jacobaea maritima bezeichnet diese Pflanze, allerdings erst seit 2008, denn seit diesem Jahr gehört sie zur Gattung Jacobaea. Hört sich alles kompliziert an, ist es aber nicht, denn mit dem Namen Silberfarbiges Greiskraut oder Weißfilziges Greiskraut können Pflanzenfachleute in jedem Fall etwas anfangen. So, jetzt aber genug der Namenskunde, lassen Sie uns lieber mal die Pflanze genauer unter die Lupe nehmen.

Das Weißfilzige Greiskraut im Steckbrief

  • Beim Weißfilzigen Greiskraut handelt es sich nicht um eine Blume, sondern um einen Halbstrauch.
  • Die Pflanze ist einjährig und somit nicht winterhart. Zum Überwintern geht es nach drinnen.
  • Die Wuchshöhe beträgt bis zu 40 Zentimeter, in die Breite wächst der Strauch rund 30 Zentimeter.
  • Ab dem zweiten Jahr entwickeln sich gelbe Blüten.
  • Die Blätter sind eiförmig und fiederteilig, die Farbe ist silbergrau, nicht selten mit einem Grünschimmer.
Weißfilziges Greiskraut

© cane Das pflegeleichte Weißfilzige Greiskraut bevorzugt ein warmes und sonniges Plätzchen.

Darauf legt das Weißfilzige Greiskraut Wert

Ursprünglich kommt das Weißfilzige Greiskraut aus dem Mittelmeerraum. Dort ist es warm und sonnig – und das ist auch der Anspruch der Pflanze an den Standort. Wenn Sie einen Südbalkon haben, dann ist das die ideale Lage. Liegt Ihr Freisitz allerdings die größte Zeit im Schatten, dann wird das Silberblatt dort wohl nicht besonders gut gedeihen.

Als Substrat genügt herkömmliche Blumen- oder Kakteenerde. Achten Sie darauf, dass diese nicht zu viel Stickstoff enthält. Gießen sollten Sie regelmäßig, Staunässe ist allerdings zu vermeiden, da es sonst zu Wurzelfäule kommen kann. Wenn das Weißfilzige Greiskraut permanent in der Sonne steht, ist es gut möglich, dass täglich gegossen werden muss, ansonsten darf die Erde durchaus antrocknen, aber keinesfalls austrocknen.

Düngen sollten sie von April bis September maximal einmal im Monat. Idealerweise geben Sie stickstoffarmen Kakteendünger. Allerdings genügt es, wenn Sie dies im zweiten Jahr nach dem Umtopfen bzw. Einpflanzen tun. Im ersten Jahr genügen die Nährstoffe der frischen Erde aus. Eine weitere Pflege ist nicht nötig.

Weißfilziges Greiskraut

© cane Das Weißfilzige Greiskraut verträgt keinen Frost, kann allerdings in sehr milden Lagen durchaus mit einem Winterschutz auf dem Balkon zurecht kommen.

Weitere Fragen rund um das Weißfilzige Greiskraut

  • Wann blüht das Weißfilzige Greiskraut?
    Die Blütezeit liegt zwischen Mai und August. Die Blüten sind klein und gelb, treten in Büscheln auf und sind durchaus hübsch anzusehen. Im ersten Jahr blüht die Pflanze noch nicht, ab dem zweiten Jahr zeigen sich dann Blüten. Der Nachteil: Die Pflanze steckt viel Kraft in die Blütenbildung, sodass das Blätterwachstum vernachlässigt wird und der Strauch sehr sparrig wird.
  • Muss ich das Weißfilzige Greiskraut schneiden?
    Nein, das ist nicht nötig. Wenn vereinzelt Blätter ausschießen, können diese abgeschnitten werden.
  • Wie kann das Weißfilzige Greiskraut überwintern?
    Da die Pflanze keinen Frost verträgt, sollten Sie sie rechtzeitig nach drinnen holen. In Räumen kann das Silberblatt dann bei Temperaturen von 5 bis 10 Grad und einem hellen Standort überwintern. Aber auch ein Standort in beheizten Räumen ist möglich, direkt über eine Heizung sollte die Pflanze jedoch nicht stehen, da bei zu hoher Temperatur ein Schädlingsbefall möglich ist. Gießen Sie im Winterquartier regelmäßig, aber nicht zu viel. Je kühler das Weißfilzige Greiskraut steht, umso weniger muss es gegossen werden.
  • Kann ich das Weißfilzige Greiskraut vermehren?
    Ja, das klappt gut durch Stecklinge oder durch Aussaat. Stecklinge schneiden Sie am besten im Frühjahr. Nehmen Sie dazu ein stabiles Blatt, das Sie an der Basis von der Mutterpflanze abschneiden. Danach kommt es entweder in Anzuchterde, die stets feucht gehalten werden muss, oder in ein Wasserglas. Nach wenigen Wochen haben sich ausreichend Wurzeln gebildet, sodass die Jungpflanze in einen Topf umsiedeln kann.
    Die Vermehrung durch Aussaat sollte im Februar oder März direkt in Anzuchterde erfolgen. Achten Sie auf einen hellen und warmen Standort. Ideal ist es, wenn die Sonne die Erde zusätzlich erwärmt. Bester Standort ist ein Fensterbrett. Wenn ab Mai die Jungpflanzen eine ausreichende Größe erreicht haben, können Sie in einen separaten Topf umziehen und nach draußen gebracht werden.
  • Treten Schädlinge oder Krankheiten auf?
    Selten, aber es ist möglich. Blattläuse können das Weißfilzige Greiskraut befallen. Hier sollten Sie mit einer Schmierseifelösung gegen die Sauger vorgehen. 50 Gramm Schmierseife auf einen Liter Wasser geben und anschließend die Pflanze damit einsprühen. Auch eine Brennnesselbrühe oder eine Sud aus Knoblauch oder Zwiebeln können die Blattläuse unschädlich machen.
    An Krankheiten können der Echte und der Falsche Mehltau auftreten. Der Echte Mehltau wird beispielsweise mit einer Mischung aus Wasser und Milch im Verhältnis 9:1 behandelt. Auch mit Natron oder Backpulver in Wasser aufgelöst und mit einem Schuss Speiseöl versehen, können Sie dem Echten Mehltau Herr werden. Der Falsche Mehltau wird mit einer Brühe aus Ackerschachtelhalmen oder – noch einfacher – mit einem Knoblauchsud bekämpft werden. Zur Vorbeugung achten Sie darauf, dass genügend Licht und Luft an die Blätter kommen. Notfalls etwas ausdünnen.

Zum Schluss sei gesagt, dass das Weißfilzige Greiskraut giftige Alkaloide enthält. Zur Vorsicht sollten Sie bei Berührung immer Handschuhe tragen oder die Hände danach, ohne dass Sie mit den Schleimhäuten in Verbindung kommen, gründlich waschen. Sofern Kinder oder Haustiere mit Ihnen unter einem Dach leben, sollten Sie die Pflanzen außer Reichweite stellen oder ganz auf sie verzichten.

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