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Kapmargerite: bunter Auftritt auf Balkon und Terrasse

Sobald die Kapmargerite Saison hat, wird sie in zahlreichen Geschäften angeboten. Und findet schnell ihre Abnehmer. Denn diese elegant blühende Blume ist eine Augenweide. In einem schicken Blumenkasten oder pfiffigen Kübel beziehungsweise Topf gepflanzt, verwandeln sich Balkon und Terrasse rasch in ein farbenprächtiges Blumenmeer. Und das den ganzen Sommer über.

Mit welchen Blütenfarben die Kapmargerite während der Blütezeit – ab dem Wonnemonat bis zum Herbst – trumpfen kann? Zum Beispiel mit weißen Blüten, die sich harmonisch in Ihre ganz persönliche Terrassen- und Balkongestaltung einfügen. Bunter wird es natürlich mit roten, violetten oder rosa Blüten, etwas dezenter hingegen in Gelb- und Orangetönen. Damit es nicht so „langweilig“ wird, präsentiert die Kapmargerite sogar sortenabhängig zweifarbige Blüten.

Kapmargerite

© paul – Fotolia.com (#26352472 – kapmargeriten)

Viele Blumen, die unsere Balkone oder Terrassen zieren, kommen ursprünglich aus weit entfernten Ländern oder gar Kontinenten. Die Kapmargerite (Osteospermum-Hybride) ist in Afrika zuhause – präziser: Südafrika.

Wie zahlreiche andere Blumen ist dieses Familienmitglied der Korbblütler nicht nur unter einem Namen bekannt oder erhältlich. Die Kapmargerite ist vielen Hobbybalkongärtnern auch als Kapkörbchen oder Bornholmer Margerite ein Begriff. Im Handel kann statt dieser drei Namen auch Osteospermum ecklonis oder Dimorphotheca auf dem Pflanzenetikett stehen. Was es aber damit auf sich hat, erfahren Sie weiter unten.

Der optimale Standort für die Kapmargerite auf dem Balkon

Mit prächtig blühenden Kapmargeriten können Sie nur rechnen, wenn der einjährig kultivierten Staude der Standort zusagt. Mit anderen Worten: Kapkörbchen möchten ein vollsonniges Plätzchen auf dem Balkon oder der Terrasse.

Vollsonnig bedeutet auch gleichzeitig, dass es sich dabei um einen recht warmen Standort handelt. Darüber brauchen Sie sich aber nicht den Kopf zerbrechen. Kapkörbchen kommen problemlos damit zurecht, wenn das Quecksilber recht hoch klettert.

Auch windige Tage schaden der Balkonpflanze nicht. Zumindest nicht, wenn es sich nicht um eine frische Brise handelt. Kapmargeriten mögen es halt gerne warm. Aber auch regengeschützt. Hier und da mal ein Regenschauer ist kein Problem. Dauerregen hingegen schon. Kündigt sich eine Regenperiode an, ist ein Umzug an ein geschütztes Plätzchen ratsam.

Aufgrund der Temperaturwünsche geht es für die Kapkörbchen auch erst nach den Eisheiligen raus auf den Balkon. Erst nach den letzten Frösten ist es der Pflanze „genehm“. Und auch ausreichend sonnig. Denn die Blüten, die einen Durchmesser bis acht Zentimeter erreichen können, öffnen sich nur an Sonnentagen.

Die ideale Pflege für die Kapmargerite

Da die 20 bis 40 Zentimeter hoch werdenden Kapmargeriten in der Regel nur einjährig kultiviert werden, können Sie auf Nonplusultra-Blumenerde verzichten. Mit gängiger Blumenerde für Balkonpflanzen machen Sie nichts falsch.

Mit zuviel Wasser hingegen schon. Kapkörbchen möchten zwar regelmäßig, aber nicht übermäßig gegossen werden. Ein leicht feucht gehaltenes Substrat ist ideal. Mehr darf es aber nicht sein. Vor allem nicht so viel Nässe, verbunden mit einem undurchlässigen Substrat, das es zur Staunässe führt. Damit tun Sie der Kapmargerite keinen Gefallen. Im schlimmsten Fall geht die Pflanze ein und Sie können sich nach einem Ersatz umschauen.

Düngen Sie eigentlich regelmäßig Ihre Balkonpflanzen? Damit die Kapmargerite keinen Hunger leiden muss, sind Sie gefragt. Und zwar alle vierzehn Tage. Verabreichen Sie kontinuierlich einen Dünger, und die Pflanze wird so genährt ihre Blühfreudigkeit unter Beweis stellen.

Gießen und düngen ist für viele Balkonpflanzen als Pflegeprogramm schon ausreichend. Nicht so für das Kapkörbchen. Damit die Blütenpracht bis in den Oktober anhält, möchte die Pflanze ein wenig von Ihnen verwöhnt werden. Und zwar regelmäßig. Was zu tun ist? Sie brauchen lediglich eine scharfe und saubere Gartenschere – damit geht es ans Ausputzen der Pflanze. So gut versorgt und gepflegt kommen viele Blüten nach.

Kapmargerite, Kapkörbchen, Dimorphotheca – was denn nun?

Kapkörbchen, botanisch Osteospermum, eben auch Kapmargeriten genannt, sind keinesfalls einjährige Pflanzen. Im Gegenteil. Es hat sich vielfach eingebürgert, sie nur für eine Balkonsaison zu kultivieren.

Das Kapkörbchen wird allerdings auch Kapringelblume (Dimorphotheca sinuata) genannt. Diese ist hingegen tatsächlich einjährig. Und sieht dem eigentlich gemeinten Kapkörbchen verdammt ähnlich. Schauen Sie beim Pflanzenkauf also etwas genauer hin.

Die Kapmargerite vermehren, pflanzen und überwintern

Die Osteospermum-Hybriden können Sie lediglich durch Stecklinge selbst vermehren. Das macht allerdings nur Sinn, wenn Sie die Pflanze überwintern. Denn im zeitigen Frühjahr wird rechtzeitig der Steckling geschnitten.

Dimorphotheca hingegen wird durch die Aussaat vermehrt. Wenn Sie keinen Platz für eigenen Nachwuchs haben, können Sie zur Saison auch Jungpflanzen kaufen.

Nachdem sich die letzten Fröste im Mai verabschiedet haben, geht es ans Bepflanzen der Balkonkästen & Co. Dann können die Kapmargeriten endlich raus an die frische Luft. Möchten Sie gleich mehrere Kapkörbchen in einen Blumenkasten pflanzen? Dann achten Sie auf den Notwendigen Pflanzabstand. Nur mit ausreichend Platz zum Wachsen kann sich eine Pflanze optimal entwickeln. Lassen Sie etwa 15 bis 20 Zentimeter Abstand zwischen den blühfreudigen Stauden.

Die Osteospermum-Hybriden bringen Sie noch vor den ersten Herbstfrösten in ein helles und frostfreies Winterquartier. Dort überwintern die Pflanzen bei einer Temperatur zwischen acht bis zwölf Grad Celsius. Im nächsten Frühjahr können Sie bei der Gelegenheit dann auch die Stecklinge schneiden.

Apropos schneiden. Wenn die Kapmargerite im Herbst zum Überwintern umzieht, können Sie die Pflanze mit einer sauberen und scharfen Gartenschere auf etwa ein Drittel zurückschneiden.

Tipps zur Gestaltung mit der Kapmargerite

Nicht nur die farbenfrohen Blüten der Kapmargerite tragen zur Gestaltung bei, sondern auch ihr Wuchs. Ihre aufrecht buschige Erscheinung ist ideal für Balkonkästen. Damit der Kasten nicht so einheitlich wirkt, sind andere sonnenhungrige Balkonblumen ideale Pflanzpartner. Wie wäre ein hübsches Arrangement mit der Blauen Mauritius oder Gazanien? Auch eine Kombination mit Mittagsblumen, Duftsteinrich, Glockenblumen oder Kapaster sind ein Hingucker.

Und wenn Sie sich optisch vom Nachbarbalkon abheben möchten, bepflanzen Sie nicht irgendwelche Kästen und Kübel. Sondern Ihre Fundstücke vom Trödelmarkt oder Dachboden. So verleihen Sie Ihrer Balkongestaltung eine individuelle Note, in der die Kapmargerite richtig toll zur Geltung kommt.

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